In-Situ-Verfahren zur Steigerung der mikrobiologischen Grundwasser- und Bodensanierung durch elektrokinetische Dispersionseffekte< zurück

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Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Überwindung der Massentransfer-Limitationen bei der mikrobiologischen Sanierung durch den gezielten Einsatz elektrokinetischer Transportprozesse. Bei Anlegen eines elektrischen Feldes finden Elektromigration, Elektrophorese und Elektroosmose statt. Elektronenakzeptoren wie Sulfat, Nitrat oder Nährstoffe wie Phosphor und Ammonium können mithilfe der genannten Phänomene gezielt in an diesen Substanzen verarmte Regionen transportiert und damit bioverfügbar gemacht werden.

Gleichzeitig kann ein Transport von Schadstoffen und Mikroorganismen induziert werden, was ebenfalls eine bessere Durchmischung und Steigerung der Abbauleistung zur Folge hat. In makroskopischer Betrachtungsweise führen die elektrokinetischen Prozesse zur Erhöhung des Dispersionskoeffizienten.

In besser durchlässigen Böden kann die Elektromigration zum gerichteten Transport von ionischen Nährstoffen, Elektronenakzeptoren wie z.B. Nitrat, Sulfat, Phosphat, Ammonium sowie von Mikroorganismen genutzt werden. Durch das angelegte elektrische Feld können Anionen wie Nitrat oder Phosphat oder Kationen wie Ammonium aus den umliegenden Zonen eines Schadstoff-Pools gezielt mittels Elektromigration in den Abstrombereich eingebracht werden. Damit könnten deutliche Fahnenverkürzungen erzielt werden.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Andreas Tiehm

Tel.: +49(0)721/9678-137
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Projektpartner

Förderung

BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

im Rahmen der IGF - Industrielle Gemeinschaftsforschung

Projektdauer

2007 - 2009