Mikrobiologischer BTEX/PAK-Abbau im Grundwasserleiter< zurück

In dem vom BMBF geförderten Projekt wird der mikrobielle Abbau von aromatischen Kohlenwasserstoffen im Grundwasserabstrom der Teeröl-kontaminierten Altablagerung "Stürmlinger Sandgrube" in Karlsruhe-Neureut untersucht. Inwieweit können insbesondere BTEX und PAK unter den im Untergrund herrschenden, natürlichen Bedingungen abgebaut werden? Diese Frage ist ausschlaggebend für die Bewertung von Natural Attenuation als Alternative zu aktiven Sanierungsmaßnahmen.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Schadstoffabbau ist die Verfügbarkeit von terminalen Elektronenakzeptoren (TEA) für die Schadstoff-abbauenden Mikroorganismen. Bevorzugter TEA für den AKW-Abbau ist im allgemeinen Sauerstoff. Die Verwendung von alternativen TEA wie Nitrat, Sulfat oder Fe(III) ist in der Regel mit einem geringeren Energiegewinn für die Mikroorganismen und einem abweichenden Mechanismus für die Aromatenspaltung verbunden. Ein Schadstoffabbau unter anoxischen Bedingungen (d.h. ohne molekularen Sauerstoff) muss daher im Einzelfall nachgewiesen werden.

Das Untersuchungsprogramm verbindet Felduntersuchungen, insbesondere auch der Redoxbedingungen (einschließlich erfügbarer TEA) und Mikroorganismen im Abstrombereich der Altlast, mit Laborversuchen. Im Labor wird der Abbau in Mikrokosmen untersucht, d.h. Abbauversuche mit möglichst unveränderten Proben vom Standort durchgeführt.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Andreas Tiehm

Tel.: +49(0)721/9678-137
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Förderung

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektdauer

1999 - 2003