Sichere und nachhaltige Trinkwassergewinnung in Indien durch Kopplung von naturnahen und innovativen Verfahren< zurück

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Brunnengebäude (links) sowie Inline-Elektrolyseanlage (rechts) in Haridwar.

Bei dem Projekt NIRWINDU handelt es sich um ein Deutsch-Indisches Forschungsvorhaben, das auf die Anwendung innovativer Verfahren zur hochwassersicheren, nachhaltigen Trinkwasserversorgung durch Uferfiltration (UF) in Indien abzielt.

Die Trinkwassergewinnung in vielen Städten in Indien wird überwiegend durch Oberflächenwasserentnahme realisiert. Die Aufbereitung erfolgt konventionell mittels Flockung, Sedimentation, Filtration und Chlorung. Dabei ist die Wassergewinnung aus den Flüssen aufgrund sehr geringer Abflüsse in der Trockenperiode und der Extremabflüsse während des Monsuns instabil, so dass die Entnahme und Aufbereitung von Oberflächenwasser infolge häufiger Überschreitungen der Grenzwerte einiger Trinkwasserparameter in der Trockenperiode und Überflutungen und starker Trübung im Monsun oft zusammenbricht. Die Einleitung von unzureichend aufbereiteten Abwässern in die Oberflächengewässer führt zu einer hohen Belastung mit pathogenen Mikroorganismen, die durch die Aufbereitung nur teilweise entfernt werden.

Aus diesem Anlass umfasst die Gesamtzielstellung die Entwicklung von Konzepten, Verfahren und Produkten zur Gewährleistung einer sicheren und nachhaltigen, ganzjährigen Trinkwassergewinnung mittels Uferfiltration in Indien.

F&E Ziele:

  1. Entwicklung eines Konzepts für eine ganzjährige, hochwassersichere und energieeffiziente Trinkwassergewinnung mittels Uferfiltration,
  2. Pilotversuche zum Einsatz einer autark arbeitenden elektrolytischen Desinfektion mit vor Ort durchführbaren chemisch-mikrobiologischen Kontrollen,
  3. Entwicklung, Anwendung und Anpassung eines neuen, tragbaren DOC-Analysators zur summarischen Erfassung des gesamten organischen Kohlenstoffs direkt am Standort,
  4. Aufbau eines Monitoringsystems (Frühwarnsystem) zum Zweck einer kontinuierlichen Überwachung der Inline-Desinfektion,
  5. Erstellung und Umsetzung eines Konzepts zur online-Anreicherung und analytischen Bestimmung von organischen Leitsubstanzen.

Die Arbeiten des TZW umfassen die Einführung der elektrolytischen Chlorerzeugung zum Zweck der Desinfektion des Uferfiltrates sowie ein auf die indischen Bedingungen abgestimmtes Monitoring der Wasserqualität zum Zweck der Optimierung der Desinfektion.

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Wido Schmidt
Wasserwerkstr. 2
01326 Dresden
Deutschland

Tel.: +49(0)351/85211-43
Fax: +49(0)351/85211-10
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Dr. rer. nat. Martin Wagner
Wasserwerkstr. 2
01326 Dresden
Deutschland

Tel.: +49(0)351/85211-56
Fax: +49(0)351/85211-10
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Dipl.-Chem. Gabriele Nüske
Wasserwerkstraße 2
01326 Dresden
Deutschland

Tel.: +49(0)351/85211-27
Fax: +49(0)351/85211-10
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Laufzeit

01.06.2015 - 31.05.2018

Förderung

BMBF

Förderkennzeichen 02WCL1356B

Projektpartner

  • Deutschland: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden (Koordination), Technische Universität Dresden, ECH, GFU
  • Indien: UJS (Koordination), UCOST, Indian Institute of Technology Roorkee (IITR), SIMPLEX, CCRBF