Aufwachsen von Algen im äußeren Wirkbereich von UV-Anlagen – Eine Bestandsaufnahme bei Wasserversorgungsunternehmen< zurück

Hintergrund:

Zur UV-Desinfektion von Trinkwasser kommen in UV-Anlagen i.d.R. Quecksilberdampflampen zum Einsatz. Diese emittieren neben der desinfektionswirksamen, ultravioletten Strahlung (l = 240- 300 nm) auch Strahlung im sichtbaren Bereich (l = 400-700 nm). Mithilfe von verschiedenen Assimilationspigmenten können Algen im Rahmen der Fotosynthese die sichtbare Strahlung in chemische Energie umwandeln.

Je kurzwelliger die emittierte Strahlung desto geringer ist deren Eindringtiefe im Wasser. Desinfektionswirksame UV-Strahlen dringen somit weniger tief in Wasser ein als sichtbare Strahlung. Demnach ist es möglich, dass in bestimmten Abständen von UV-Anlagen Bereiche existieren, in denen keine Desinfektionswirksamkeit mehr vorliegt, jedoch noch sichtbare Strahlung, welche ein Algenwachstum begünstigen kann.

Bei der UV-Desinfektion im Rahmen der Trinkwasseraufbereitung wurde in einigen Wasserwerken das Aufwachsen von Algenbiofilmen im Wirkbereich von UV-Anlagen beobachtet.

Mit dieser Bestandsaufnahme und der Identifizierung von betroffenen Wasserversorgungsunternehmen sollen Rückschlüsse über den Einfluss der Rohwasserbeschaffenheit, der Trinkwasseraufbereitung, des eingesetzten UV-Gerätetyps und der jeweiligen Einbausituation ermittelt werden. Ebenso soll die Relevanz dieses Phänomens für die Trinkwasserbranche ermittelt werden. Die Ergebnisse fließen in die Überarbeitung des DVGW Arbeitsblattes DVGW W 294-1 ein.

Ansprechpartner

Dr. Jutta Eggers

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