Entwicklung von Technologien für eine energieeffiziente Trinkwassergewinnung mittels UV-LEDs (UV-LEDIS)< zurück

Die UVC-LED-Technologie ist noch sehr jung und es gibt weltweit nur wenige Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich mit der Umsetzung dieser Technologie in praktische Anwendungen beschäftigen. Für die Trinkwasseraufbereitung stellen UVC-LEDs eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Quecksilberdampflampen dar, die bisher ausschließlich als UV-Strahlungsquellen zur Anwendung kommen.

Mit dem Ziel der Entwicklung eines energieeffizienten UV-Reaktors werden im Verbundprojekt „UV-LEDIS“ derzeit UV-LEDs als alternative Strahlungsquellen für die Desinfektion von Trinkwasser untersucht. Die kompakte Bauweise, verbunden mit einer geringen Leistungsaufnahme, soll zukünftig den dezentralen Einsatz dieses neuen UV-Reaktors, beispielsweise für Schiffs-, Flug- und Zugverkehr, ermöglichen.

Im Wesentlichen werden von den Verbundpartnern folgende Arbeitspakete bearbeitet:

  • Elektrooptische Charakterisierung von UV-LEDs verschiedener Hersteller.
  • Dimensionierung und Parametrierung von UV-LED-Modulen.
  • Entwicklung von Elektronik und Sensorik zur Ansteuerung von UV-LEDs.
  • Entwicklung, Konstruktion und Bau eines Reaktor-Prototyps.
  • Durchführung von Funktionstests sowie Prüfung der Desinfektionswirksamkeit des UV-LED Reaktors.

Das TZW führt im Rahmen des Forschungsprojekts vergleichende Untersuchungen zur Desinfektionswirksamkeit konventioneller Strahlungsquellen und verschiedener LED-Typen durch. Als Testorganismen werden hierzu neben dem Endosporenbildner Bacillus subtilis auch Fäkalindikatoren wie E. coli, Enterococcus faecalis und ausgewählte Krankheitserreger wie beispielsweise Pseudomonas aeruginosa und Legionella pneumophila eingesetzt.

Wie sich der Einsatz von UVC-LEDs für die Wasserdesinfektion etablieren wird, ist derzeit noch schwer abzuschätzen. Erst eine signifikante Steigerung der Leistungsfähigkeit bei reduzierten Anschaffungskosten und einer hohen Lebensdauer der UVC-LEDs kann die Marktfähigkeit dieser neuartigen Strahlungsquelle sicherstellen.

Ansprechpartner

Dr. Jutta Eggers

Tel.: +49(0)721/9678-130
Fax: +49(0)721/9678-109
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Förderung

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektdauer

2013 - 2015

Verbundpartner

Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)

IL Metronic Sensortechnik GmbH

UMEX GmbH