Entfernung von aktuellen Spurenstoffen< zurück

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In dem europäischen Verbundprojekt TAPES “Transnational Action Program on Emerging Substances” arbeiten zehn Partner aus den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, England und Deutschland zusammen, um grenzüberschreitend optimale Strategien zur Entfernung von aktuellen Spurenstoffen bei der Abwasserreinigung und bei der Trinkwasseraufbereitung zu entwickeln. TAPES wird von der EU im Rahmen des INTERREGIV-B Programms für Nordwesteuropa gefördert. Die Koordination des Projekts liegt beim Amsterdamer Wasserver- und -entsorger Waternet.

Im Projekt wird eine Wissensplattform, die sogenannte WaterCloud entwickelt, in der aktuelle Informationen zu Spurenstoffen und Möglichkeiten zu ihrem Rückhalt bei der Wasseraufbereitung zusammengestellt und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Innovative Technologien sowie Hybridverfahren zur Entfernung von Spurenstoffen werden im Rahmen des Projekts untersucht. Basierend auf den Ergebnissen des Projekts soll, ergänzt durch eine Literaturrecherche, ein System zur Entscheidungsfindung entwickelt werden, das es Betreibern von Kläranlagen und Wasserwerken ermöglicht, die für ihre spezielle Situation unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten optimale Lösung für den Rückhalt von Spurenstoffen zu finden.

Das DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe beteiligt sich an dem Projekt mit wissenschaftlichen Untersuchungen zur Entfernung von Spurenstoffen mit neuen Adsorbentien. Neben neu entwickelten Aktivkohlen, wie beispielsweise Aktivkohlen auf Rohstoffbasis Kokosnussschalen mit höheren Aktivierungsgraden, werden synthetische Adsorbentien insbesondere im Hinblick auf die Entfernung polarer organischer Spurenstoffe untersucht. Neben granulierten Adsorbentien werden auch Pulveraktivkohlen mit unterschiedlicher Rohstoffbasis in die Untersuchungen einbezogen, wobei hier zusätzlich verfahrenstechnische Kenndaten ermittelt werden, die für die Dimensionierung großtechnischer Anlagen relevant sind. Darüber hinaus stellt das TZW in dem Projekt seine langjährigen Erfahrungen zum Vorkommen und zum Verhalten aktueller Spurenstoffe bei der Trinkwasseraufbereitung zur Verfügung.

Ansprechpartner

Dr. Frank Sacher

Tel.: +49 721 9678-120
Fax: +49 721 9678-109
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Förderung

EU (Interreg IVB)

Projektdauer

2013 - 2015