Rückstandsminimierte Herstellung von Kalkwasser mit keramischen Membranen< zurück

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Mehr als 80 % weniger Anfall von Schlamm durch Einsatz der Membrantechnik bei der Kalkwasserherstellung

Üblicherweise erfolgt die Herstellung von Kalkwasser im Wasserwerk mit Kalkwassersättigern. Hierbei wird zuerst eine Kalkmilch-Suspension aus Lieferkalk (z.B. Calciumhydroxid) und Rohwasser hergestellt. Die Kalkmilch wird mit Rohwasser versetzt. Damit sich das Calciumhydroxid auflöst und unlösliche Kalkbestandteile sedimentieren gelangt das Gemisch in Kalkwassersättiger. Hierbei handelt es sich um großvolumige zylinderische Behälter. Die Sättiger haben träge Reaktionszeiten und weisen zum Teil eine schwankende Kalkwasserqualität auf. Als besonders nachteilig erweist sich jedoch der Anfall von Rückständen.

Im Rahmen eines vom Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG geförderten Vorhabens wurde ein Verfahren zur Kalkwasserherstellung auf Basis der Membrantechnik konzipiert und im Pilotversuch mit engen Schnittstellen zur Großtechnik angewandt.

Hierbei kam u.a. eine spezielle keramische Membran zum Einsatz. In Kombination mit einer Vorbehandlung des Lösewassers gelang es, den Anfall von Schlamm im Vergleich zu dem bisherigen großtechnischen Betrieb um mehr als 80 % zu vermindern. Der Anfall von Abwasser wurde vollkommen vermieden. Das Kalkwasser ist partikelfrei und von konstanter Qualität. Die Kalkwasserproduktion ist gut automatisierbar und kann schnell an wechselnde Trinkwasserproduktions-mengen angepasst werden. Die Abmessungen der Anlage sind kompakt und benötigen somit wenig Raum.

Das im Pilotmaßstab erprobte Verfahren erscheint prinzipiell auch unter Wasserwerksbedingungen einsetzbar und eröffnet damit eine neue Handlungsoption für eine zukunftsorientierte Wasseraufbereitung.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Uwe Müller

Tel.: +49 721/9678-257
Fax: +49 721/9678-109
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Förderung

Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG

Projektdauer

2013 - 2016