Machbarkeitsstudie "Grundwasserdatenbank Wasserversorgung"< zurück

Machbarkeitsstudie zum „Aufbau einer bundesweiten Grundwasserdatenbank Wasserversorgung“

Kurzbeschreibung:

Grundwasser stellt in Deutschland die wichtigste Ressource zur Gewinnung von Trinkwasser dar. Bei den Wasserversorgungsunternehmen liegt eine enorme Datenfülle zur Beschreibung der Grundwasserwasserbeschaffenheit vor. Im Rahmen einer vom DVGW geförderten Machbarkeitsstudie (F&E-Vorhaben W 1/01/07) wurde untersucht, wie durch die koordinierte Bündelung der bei den Wasserversorgern vorliegenden Daten in Form einer „Grundwasserdatenbank Wasserversorgung Deutschland“ eine bundesweite, qualitätsgesicherte und validierte Datenbasis geschaffen werden kann.

Dazu wurden bestehende Datenbank-Konzepte und Datenbankstrukturen im Hinblick auf ihre Struktur, die organisatorische und technische Realisierung, auf Datenfluss und Datentransfer sowie beteiligte Akteure zusammengestellt. Dabei wurden gemeinsame Elemente identifiziert und verschiedene Betriebsmodelle dargestellt. Bei der Konzeption der künftigen bundesweiten „Grundwasserdatenbank Wasserversorgung“ wurde dann berücksichtigt, wie bestehende Strukturen, beispielsweise Wege des Datentransfers, genutzt und integriert werden können.

Der zweite Schwerpunkt lag auf der Konzeption der möglichen künftigen Grundwasserdatenbank. In der Studie wurden als Akteure mögliche Datenbesitzer und Datenquellen, potentielle Träger, strategische Partner, Nutzer und Betreiber einer bundesweiten Grundwasserdatenbank Wasserversorgung identifiziert, charakterisiert und Vorschläge zu einer organisatorischen Einbindung entworfen. Durch die Etablierung eines regelmäßigen Datenflusses kann es möglich sein, beispielsweise eine aktuelle, repräsentative Übersicht über den Zustand der genutzten Wasservorkommen zu erhalten. Eine derartige Datenbank kann vielfältige Funktionen erfüllen. Deutlich wurde dabei, dass der einzelne Wasserversorger, der Daten bereitstellt, daraus auch einen „Zusatznutzen“ für sein eigenes Unternehmen erhält. Ein Mehrwert wird dadurch geschaffen, dass es gegenwärtig in der deutschen Wasserversorgung keine andere Möglichkeit gibt, die oben genannten Funktionen bundesweit, effektiv und vor allem zeitnah zu erfüllen („Alleinstellungsmerkmal der Grundwasserdatenbank Wasserversorgung“).

Bei den Vorschlägen zur operativen Realisierung der Grundwasserdatenbank wurden Aspekte des Datentransfers von den Wasserversorgungsunternehmen, der EDV-technischen Realisierung, der Qualitätssicherung mit Plausibilitätskontrollen und Validierungsroutinen, sowie der Vertraulichkeit der verwalteten Daten und mögliche Anwendungen und wissenschaftliche Auswertemöglichkeiten betrachtet. Die Aufgaben des Betreibers der Grundwasserdatenbank Wasserversorgung umfassen sowohl den operativen Betrieb (Vermittlung der Datenanfrage, Datenerfassung und -pflege) als auch die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Grundwasserdatenbank. Daneben wurden neben den Schritten zu einer raschen Etablierung auch der Kostenrahmen und denkbare Ausbaustufen, Erweiterungen und Kooperationen einer derartigen Grundwasserdatenbank erarbeitet.

Veröffentlichung:

Kiefer J., Sturm S., Eichhorn E., Kollotzek D., Werner G. (2012): Machbarkeitsstudie zum "Aufbau einer bundesweiten Rohwasserdatenbank Wasserversorgung", Auszüge aus dem Abschlussbericht zum DVGW-Forschungsvorhaben W 1/01/07. TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser (Hrsg.): Aktuelle Themen im Grundwasserschutz. Veröffentlichungen aus dem Technologiezentrum Wasser Karlsruhe; 52, 44-124.

Ansprechpartner

Dipl.-Geol. Joachim Kiefer

Tel.: +49 721/9678-200
Fax: +49(0)721/9678-102
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Projektdauer

2008