Relevanz Antibiotika-resistenter Krankheitserreger in Abwässern und Rohwässern (HyReKA)mehr >>>

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Infektionen durch resistente Bakterien, bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken, stellen weltweit eine zunehmende Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar. In Folge des Antibiotika-Einsatzes in der Human- und Tiermedizin kam es in den letzten Jahren zu einer weiten Verbreitung von Resistenzen in der Umwelt. Multi-resistente Bakterien werden immer häufiger auch ohne vorangegangenen Krankenhaus-Aufenthalt in Menschen nachgewiesen. Diese Beobachtung legt nahe, dass die resistenten Erreger aus der Umwelt wieder zurück in den Menschen gelangen.

Im ersten Teil der Fördermaßnahme RiSKWA (Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf) war die Bedeutung von Abwässern für die Ausbreitung Antibiotika-resistenter Erreger klar geworden. Mit dem neuen Projekt HyReKA soll nun die Ausbreitung resistenter Erreger über Abwässer aus Krankenhäusern, kommunalen Bereichen, Tiermast- und Schlachtbetrieben sowie aus Flughäfen gezielt untersucht werden, um geeignete Gegenstrategien zu definieren.

Das TZW beschäftigt sich mit dem Nachweis von Antibiotika-resistenten Bakterien und Antibiotika-Resistenzgenen im Rohwasser der Trinkwasser-Gewinnung. Hierzu werden wir in einem ersten Schritt Kultur-basierte und molekularbiologische Nachweisverfahren für den Einsatz im Umweltbereich definieren. Zusätzlich wird die Eignung von molekularbiologischen Microbial Source Tracking-Werkzeugen für die Herkunftsbestimmung von Antibiotika-Resistenzen geprüft. Neben Rohwasserproben werden auch Proben aus der Trinkwasser-Aufbereitung untersucht und damit die Elimination der Antibiotika-Resistenzen bewertet.

Als Ergebnis soll ermittelt werden welche technischen Lösungen die gefährlichen Keime bei der Abwasseraufbereitung und -überwachung in Schach halten können. Zukünftig sollen die Risiken der Verbreitung von multiresistenten Bakterien über Abwässer besser erkannt und somit auch besser vermieden werden können; ganz im Sinne einer nachhaltigen Risikoregulierung und der „sustainable development goals“ der Vereinten Nationen.

AnsprechpartnerIn

Dipl.-Ing. (FH) Claudia Stange

Tel.: +49(0)721/9678-134
E-MailVisitenkarte downloaden

Förderung

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

im Rahmen von RiSKWa - Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf

Projektdauer

2016 - 2018

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