Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse (RIMAX)< zurück

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Spannungsfeld Hochwasserrückhaltung und Trinkwassergewinnung (HoT) – Vermeidung von Nutzungskonflikten

Schadstoffcharakterisierung und -verhalten in Überflutungsflächen in Folge extremer Hochwasserereignisse (Teilprojekt B)

Durch extreme Hochwasserereignisse entstandene Sachschäden und deren Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben Grenzen und Defizite der Hochwasservorsorge in Deutschland aufgezeigt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher die Förderaktivität "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse" ins Leben gerufen. In den Jahren 2005 bis 2010 wurden 38 Projekte mit insgesamt etwa 20 Millionen Euro gefördert. Ziel der Förderaktivität war es, durch Integration unterschiedlicher Fachdisziplinen verbesserte Instrumente des Hochwasserrisikomanagements zu entwickeln und zu implementieren. Im Fokus standen extreme Hochwasserereignisse in Flusseinzugsgebieten. Darunter werden Ereignisse mit einem Wiederkehrintervall größer als 100 Jahre und mit einem hohen Schadenspotenzial verstanden.

Die Zielsetzungen des Projekts "Spannungsfeld Hochwasserrückhaltung und Trinkwassergewinnung (HoT) – Vermeidung von Nutzungskonflikten" am Modellstandort Kastenwört bei Karlsruhe waren:

  • Bilanzierung der Stofftransporte und der Stoffumsetzungen auf dem Transportpfad: Fluss (Hochwasserwelle) - Retentionsraum - Boden - Grundwasser
  • Risikobewertung der Stoffeinträge aus Überflutungsflächen ins Grundwasser
  • Erarbeitung eines Leitfadens für Planung und Betrieb von Retentionräumen in der Nähe von Grundwasserentnahmen zur Trinkwassergewinnung

Im Rahmen des Teilprojekts "Schadstoffcharakterisierung und -verhalten in Überflutungsflächen in Folge extremer Hochwasserereignisse" wurden am DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) die für die Modellierung des Untersuchungsgebietes und die Abschätzung des Gefährdungspotenzials relevanten Stoffinformationen für die Phasen Wasser, Schwebstoff und Sediment unter Berücksichtigung mikrobiologischer Aspekte erarbeitet. Dies erfolgte über:

  • Auswertung vorhandener Daten zur Schwebstoff-, Sediment- und Wasserbeschaffenheit
  • Vergleichende Bodenuntersuchungen überfluteter und nicht überfluteter Gebiete im Modellgebiet
  • Begleitende Untersuchungen im Grundwasserleiter in Zusammenhang mit Hochwasserereignissen
  • Modelluntersuchungen zum Elutionsverhalten nach DIN V 19736 und zum aeroben Abbauverhalten relevanter Spurenstoffe mittels Kreislaufapparatur (Testfilter)

Die Ergebnisse dieses Teilprojekts bilden innerhalb des Verbundvorhabens die Grundlage für die Modellierung des Untersuchungsgebietes. Ebenso fließen sie in den gemeinsam von den Verbundpartnern zu erstellenden Leitfaden ein.

Kontakt

Dipl.-Ing. Michael Fleig
Karlsruher Straße 84
76139 Karlsruhe
Deutschland

Tel.: +49 721 9678-155
Fax: +49 721 9678-104
E-MailVisitenkarte downloaden

Projektpartner

Stadtwerke Karlsruhe GmbH (Koordination)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
- Institut für Hydromechanik (IfH)
- Institut für Wasser und Gewässerentwicklung (IWG)

RWTH Aachen
- Institut für Umweltforschung (Biologie V), Department für Ökosystemanalyse (ESA)

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektdauer

01.08.2005 – 31.01.2009