Risikomanagement von Spurenstoffen und Krankheitserregern in ländlichen Karsteinzugsgebieten (AGRO)< zurück

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Die Beeinträchtigung der Qualität von Wasservorkommen durch fäkale Verunreinigung stellt ein weltweit bedeutendes Problem in Bezug auf die Gefährdung der Gesundheit des Menschen dar. Mit Hilfe der heute in der Praxis eingesetzten analytischen Methoden ist jedoch eine Unterscheidung zwischen menschlichen und tierischen fäkalen Kontaminationen sowie eine Identifizierung individueller Kontaminationsquellen in der Regel nicht möglich.

Im Rahmen dieses BMBF-geförderten Projektes sollen Werkzeuge zur Identifizierung von fäkalen Eintragsquellen (Microbial Source Tracking, MST) in Rohwässern im Einzugsgebietsmaßstab etabliert werden. Die hierfür eingesetzten Methoden basieren häufig auf dem Nachweis von Spezies oder Stämmen von Mikroorganismen, die als spezifische Indikatoren für den Ursprung einer Kontamination dienen können. Im Rahmen der Studie sollen verschiedene bei MST bereits eingesetzte Verfahren bezüglich ihrer Eignung evaluiert und optimiert werden. Die erarbeitete Methodik soll anschließend unter Feldbedingungen anhand des Einzugsgebiets der Gallusquelle getestet und verfeinert werden. Es soll ein Jahres-Monitoring unterschiedlicher mikrobiologischer Parameter am untersuchten Einzugsgebiet zur Erfassung und Bewertung der hygienischen Situation sowie der Identifizierung und Dokumentation der verursachenden Faktoren für quantitative Änderungen der fäkalen Belastung im Jahresverlauf durchgeführt werden. Ergänzend soll im Bedarfsfall ein zeitlich hoch aufgelöstes, ereignisabhängiges (Starkregenereignis, Trockenperiode) Monitoring erfolgen.

Ziel des Projektes ist eine auf experimentellen Daten basierende Identifizierung von Kontaminationsquellen sowie eine damit verbundene Verbesserung des hygienischen Zustandes des Karstgrundwassers (Management-Empfehlungen). Die Ergebnisse des Projektes sind die Grundlage für zukünftige Strategien zur Abklärung des Ursprungs fäkaler Kontaminationen im Trinkwasserbereich und sollen in Empfehlungen besonders geeigneter Methoden münden.

AnsprechpartnerIn

Dipl.-Ing. (FH) Claudia Stange

Tel.: +49(0)721/9678-134
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Förderung

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

im Rahmen von RiSKWa - Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf

Projektdauer

2011 - 2014

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