Hot-Target-Analytik< zurück

Entwicklung einer Konzeption zur Selektion von wasserversorgungsrelevanten prioritären Stoffen (Hot-Target-Analytik)

Die immer größer werdende Anzahl von Befunden organischer Stoffe (Spurenstoffe) in Oberflächengewässern erfordert eine zielgerichtete Priorisierung und Selektion derjenigen Substanzen, die für die Wasserversorgung relevant und möglicherweise problematisch sind. Ziele des Forschungsvorhabens sind:

  • Festlegung von Kriterien zur Priorisierung von Spurenstoffen aus Sicht der Wasserversorgung,
  • Auswahl und Identifizierung von trinkwasserrelevanten prioritären Stoffen nach wasserversorgungsspezifischen Kriterien,
  • Bewertung der selektierten identifizierten Stoffe aus Sicht der Wasserversorgung und
  • Aufbau einer Datenbank trinkwasserrelevanter Stoffe mit spezifischen Stoff-, Expositions- und Monitoringdaten.

Ausgehend von intrinsischen Stoffeigenschaften sollen insbesondere wasserversorgungsspezifische Kriterien wie chemische Struktur bei natürlichen pH-Werten, Verteilungskoeffizienten, Wasserlöslichkeit, Entfernbarkeit in natürlichen und technischen Systemen, Eintragspfade in die Gewässer und bevorzugte Anwendung/Verwendung betrachtet werden. Anhand von verschiedenen Stoffmodellen (z. B.: QSAR) und vertieftem Expertenwissen soll eine nachvollziehbare und transparente Vorgehensweise entwickelt werden, bei der aus der Vielzahl von in bisherigen Stoffdatenbanken enthaltenen Substanzen durch geeignete Filtersysteme (z. B.: intrinsische Strukturmerkmale, technische Entfernbarkeit und humantoxikologische Relevanz) eine Selektion vonvon <100 trinkwasserrelevanten prioritären Stoffen erfolgen soll. Als Ergebnis des Forschungsvorhabens soll zudem eine Datenbank „Trinkwasserrelevante Stoffe“ mit stoffspezifischen Daten und Informationen aufgebaut werden.

Kontakt

Dr. Karsten Nödler
Karlsruher Straße 84
76139 Karlsruhe
Deutschland

Tel.: +49 721 9678-258
Fax: +49 721 9678-104
E-MailVisitenkarte downloaden

Förderung

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein (DVGW)

Dauer

2015 – 2017