Bestimmung der Nickelabgabe bei verchromten Produkten aus Kupferlegierungen< zurück

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Nickel wird von der Innenfläche von verchromten Entnahmearmaturen an das Trinkwasser abgegeben. Um diese Nickelabgabe bestimmen zu können, sollte ein einfaches Untersuchungsverfahren entwickelt werden, welches in der Produktionskontrolle angewendet werden kann. Darüber hinaus sollten die Ergebnisse dieses Schnelltests mit denen korreliert werden können, die bei Korrosionsversuchen nach DIN EN 15664-1 erhalten werden.

Innerhalb einer Gruppe von acht Partnern wurde zunächst ein Schnelltest entwickelt. Dieser wurde auf Anwendbarkeit und Genauigkeit geprüft. Dazu wurden Probekörper einfacher Geometrie verwendet. Mit einer spezifischen Säurelösung gelang es, ausschließlich Nickel von der Innenoberfläche der verchromten Probestücke zu entfernen. Hinsichtlich Vergleichbarkeit und Genauigkeit zeigte sich jedoch eine deutliche und unbefriedigende Variabilität. Die Ursache hierfür war durch mehrere Faktoren begründet.

Die Untersuchungen zur Nickelabgabe in Langzeitversuchen nach DIN EN 15664-1 zeigten, dass nach 26 Wochen lediglich 5 % des auf der Innenfläche verfügbaren Nickels in Lösung gegangen ist. Demnach sollte bei diesen Untersuchungen die Nickelabgabe ca. 10 Jahre andauern. Zudem gelang keine Korrelation zwischen den Untersuchungen mit Probekörper und Sanitärarmaturen, da die Nickelabgabe der Küchenarmaturen im Untersuchungszeitraum deutlich über der der Probekörper lag.

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Dr.-Ing. Wolfgang Werner

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