Bedeutung von Antibiotikaresistenzen für die Rohwasserqualität: Vorkommen, Transport und natürliche Eliminationsprozesse< zurück

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Der vielfache Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin, in Tiermastbetrieben und im Pflanzenschutz hat zu einer Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt geführt. Um das Gefährdungspotential aus Sicht der Wasserversorgung beurteilen zu können, werden in einem DVGW-Forschungsvorhaben des TZW in Kooperation mit der Stadtwerke Düsseldorf AG systematische Untersuchungen zu Vorkommen und Transport von antibiotikaresistenten Mikroorganismen durchgeführt. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Untersuchung der Wasserressourcen.

Die Detektion der Antibiotikaresistenzen erfolgt mittels Wachstumstests (Kulturverfahren) und molekularbiologischer Methoden (Polymerase-Kettenreaktion, PCR). Im Projektverlauf wird auf Basis der vergleichenden Ergebnisse aus Kultur- und PCR-Verfahren eine standardisierte Methode zur quantitativen molekularbiologischen Untersuchung (Real-Time-PCR) der Wasserproben festgelegt.

Es werden primär Oberflächengewässer mit unterschiedlichen Keimbelastungen (Donau, Rhein, Stausee Kleine Kinzig) betrachtet. Vergleichend werden Quellwasser, Uferfiltrat und Grundwasser in die Untersuchungen einbezogen. Der Einfluss von variierenden hydrogeologischen Randbedingungen in Wassergewinnungsgebieten wird in begleitenden Laborexperimenten untersucht. Insgesamt soll durch systematische Untersuchungen ermittelt werden, wie relevant Antibiotikaresistenzen für unterschiedliche Einzugsgebiete sind und in wie weit Ursache-Wirkungszusammenhänge beurteilt werden können.

AnsprechpartnerIn

Dipl.-Ing. (FH) Claudia Stange

Tel.: +49(0)721/9678-134
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Förderung

DVGW - Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e.V.

Projektlaufzeit

2006 - 2008