Yangtze Drei-Schluchten-Staudamm – Massentransfer und mikrobieller Abbau im System Schadstoff / Wasser / Sediment (TRANSMIC)< zurück

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Das Yangtze Einzugsgebiet ist durch den Eintrag von verschiedenartigen Schadstoffen gekennzeichnet, die häufig mit Schwebstoffen assoziiert sind. Während der Füllphase des Reservoirs ist die Sedimentation von Feststoffen zu erwarten, die während der Abflussphase resuspendiert werden können. Es ist von periodisch wechselnden Gehalten an Partikeln/ Feststoffen und Milieubedingungen im Wasserkörper und Sediment auszugehen, die signifikante Auswirkungen auf den Schadstoffhaushalt, die mikrobiellen Abbauprozesse und somit die Wasserqualität haben.

Mit mikro- und molekularbiologischen Methoden werden die mikrobiellen Umsetzungsprozesse sowie die Stoffaustauschprozesse im Gebiet des Drei-Schluchten-Staudamms untersucht. Molekularbiologische Methoden (PCR, Polymerase Chain Reaction) werden für ein gezieltes Monitoring weiterentwickelt. Der Fokus der Untersuchungen liegt zunächst auf dem Abbau der halogenierten Substanzen. Insbesondere für die reduktiven Abbauprozesse sind bereits PCR-Nachweismethoden beschrieben, die für das Vorhaben optimiert werden. Zusätzlich sollen die relevanten stoffwechselphysiologischen Gruppen erfasst werden, die verschiedene Elektronenakzeptoren wie z.B. Sauerstoff, Nitrat, Fe(III) oder Sulfat für den Abbau organischer Verbindungen nutzen.

Ziel ist ein erweitertes Prozessverständnis der mikrobiellen Umsetzungsprozessen und der Stoffaustauschprozesse und die Erfassung der Umsatzdynamik im Einzugsgebiet des Yangtze.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Andreas Tiehm

Tel.: +49(0)721/9678-137
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Förderung

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

im Rahmen der deutsch-chinesischen Kooperation

Projektdauer

2012 - 2014

Weitere Informationen

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