Planungsoptionen und Technologien der Wasserwiederverwendung zur Stützung der Trinkwasserversorgung in urbanen Wasserkreisläufen (TrinkWave)< zurück

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Insbesondere in ariden Regionen dient gereinigtes Abwasser als wichtige Ressource. Aber auch in klimatisch moderaten Gegenden wie Deutschland kann regional die Wiederverwendung von Abwasser ökonomisch und ökologisch sinnvoll sein. Um dabei eine ausreichende Trinkwasserqualität sicherzustellen, müssen die Inaktivierung von Krankheitserregern (insbesondere Viren) und Antibiotikaresistenzen sowie die Reduktion von gesundheitsrelevanten Chemikalien gewährleistet sein.

Daher entwickelt das BMBF-geförderte Forschungsvorhaben TrinkWave innovative Multi-Barrieren-Konzepte für eine Abwasser-Wiederverwendung durch sequentielle Grundwasser-Anreicherung. Am TZW werden neue molekularbiologische Methoden wie z.B. PMA-PCR und Long Amplicon-PCR zum Einsatz kommen, um die Elimination von hygienisch-relevanten Bakterien (u.a. antibiotikaresistente Bakterien) und Viren mittels Festbettreaktoren, Ozon und UV-LED zu beurteilen. In Batch- und Säulenexperimenten sowie in Demonstrationsvorhaben wird ein vertieftes Prozessverständnis erarbeitet, das eine Anpassung der Betriebsparameter an die jeweiligen Randbedingungen erlaubt.

Für die Bewertung biologischer Aufbereitungsverfahren werden neue Leistungsparameter entwickelt, die dann Bestandteil multidisziplinärer Bewertungsansätze für die innovativen Verfahrenskombinationen der Abwasser-Wiederverwendung werden. Als Endergebnis werden konkrete Handlungsempfehlungen für Genehmigungsbehörden und Planer bereitgestellt.

AnsprechpartnerIn

Dipl.-Ing. (FH) Claudia Stange

Tel.: +49(0)721/9678-134
E-MailVisitenkarte downloaden

Förderung

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

im Rahmen von NaWaM - Nachhaltiges Wassermanagement

Projektdauer

2016 - 2019