Deutsch-australische Kooperation zur Wassermikrobiologie

Wasserüberwachung und Qualitätskontrolle spielen eine wichtige Rolle für den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Eine wichtige Herausforderung für die Methoden der mikrobiellen Qualitätsüberwachung ist der schnelle, spezifische und empfindliche Nachweis von mikrobiellen Indikatoren und Krankheitserregern. Unter dem Namen "gabi - German Australian Joint Cooperation for Water Microbiology" ist im August 2017 eine deutsch-australische Kooperation zwischen der größten Organisation für angewandte Forschung in Australien (CSIRO, Brisbane) und dem TZW an den Start gegangen. Im Rahmen der Kooperation werden molekularbiologische Überwachungsmethoden für die Wasserqualität weiterentwickelt und in Hinblick auf ihren Einsatz in der Routineanalytik optimiert. Der spezifische und sensitive Nachweis von Krankheitserregern und Indikatororganismen mittels molekularbiologischer Techniken eröffnet neue Möglichkeiten für ein schnelles Monitoring und eine weitergehende Bewertung der mikrobiologischen Wasserqualität. In der Kooperation werden Themen wie der PCR-Nachweis von Viren und Bakterien, die Anwendung von Microbial Source Tracking (MST) zur Identifikation von fäkalen Eintragsquellen, die Erfassung von Antibiotikaresistenzen und die Anwendung der Mikroarray-Technologie gemeinsam bearbeitet.

Für die gemeinsame experimentelle Arbeit werden zwei strukturelle Maßnahmen umgesetzt. Zum einen wurde ein gemeinsames PCR-Referenzlabor eingerichtet. Das gemeinsame Labor dient als Basis für den Austausch von Proben, Standards und Standardanweisungen. Zum anderen werden Pilotstandorte hinsichtlich der wissenschaftlichen Fragestellungen von den deutschen und australischen Partnern ausgewählt und gemeinsam untersucht.

Weitere Informationen können der Projekthomepage entnommen werden. Das Projekt wird zunächst für zwei Jahre durch das Internationale Büro (IB) des Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung im Rahmen der Maßnahme „Förderung von Konzeptions-und Vorbereitungsmaßnahmen zur Etablierung gemeinsamer Forschungspräsenzen mit Partnern in Asien und Ozeanien“ gefördert und dient dem Aufbau einer dauerhaften Zusammenarbeit. Damit wird das bestehende internationale Netzwerk des TZW gestärkt und weiter ausgebaut.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Tiehm, Tel.: +49 721 9678-137, E-Mail: andreas.tiehm@tzw.de 
Dipl.-Ing. (FH) Claudia Stange, Tel. +49 721 9678-134, E-Mail: claudia.stange@tzw.de

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