Biogasatlas

Im Rahmen des F&E-Projektes Biogasatlas wurden zukünftige Schwerpunktgebiete für den Anbau von Energiepflanzen für die Biogasproduktion unter Berücksichtigung der Anforderungen des Gewässerschutzes einschließlich der Gärresteausbringung und der Gärrestqualität (Schadstoffe) lokalisiert. Dabei wurden auch Ausschlussgebiete für die Gärrestausbringung oder Gebiete, die bei einer Änderung der landwirtschaftlichen Nutzung zum Energiepflanzenanbau besonderer Beachtung bedürfen, aufgezeigt.

Es wurden Gebiete, die aus Sicht des TZW nicht für die Gärrestausbringung geeignet sind, gekennzeichnet („Ausschlussgebiete“). Hierbei handelt es sich u. a. um Ackerflächen innerhalb von Gewässerrandstreifen, Flächen innerhalb der Schutzzonen I und II von Wasserschutzgebieten bzw. Flächen, die innerhalb der 50-Tage-Linie von Wassergewinnungsanlagen liegen. Bei weiteren wasserwirtschaftlich bedeutenden Gebieten betreffen die Restriktionen z. B. die Art der Gärreste.

Aufgrund der verschiedenen Restriktionen und der bereits vorherrschenden Nitrat-Belastung vieler Grundwasserkörper ist unter Nachhaltigkeitsaspekten ein weiterer Ausbau der Biogaserzeugung nur dann noch möglich, wenn gewährleistet wird, dass der zurzeit ausgebrachte Mineraldünger zu wesentlichen Anteilen durch Gärreste substituiert und bei der Düngeberechnung sachgerecht berücksichtigt wird. Dies betrifft insbesondere solche Gebiete, in denen bereits jetzt schon hohe Wirtschaftsdüngermengen anfallen.

Mit dem Biogasatlas wurde den politischen und wirtschaftlichen Akteuren Entscheidungshilfen an die Hand gegeben, um optimale Standorte für die Biomethaneinspeisung zu finden und dabei den Schutz der Gewässer beim weiteren Ausbau der Bioenergie zu berücksichtigen.

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