Entwicklung einer Vorgehensweise zum Nachweis der PFAS-Immobilisierung

Konkrete und vorgegebene Immobilisierungsansätze (PFAS-Immo), Teil 2

Großvolumige Probennahme eines PFAS-kontaminierten Bodens für die Laboruntersuchungen

Ziel des Projekts ist es, ein einfaches und kostengünstiges Verfahren zur experimentellen Überprüfung von Immobilisierungsmaßnahmen für PFAS in Böden zu entwickeln und bereitzustellen. Das TZW führt hierzu die spurenanalytischen Bestimmungen mittels LC-MS/MS durch.

Die großflächigen Bodenverunreinigungen im Raum Rastatt/Baden-Baden (ca. 800 ha) mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) haben direkten Einfluss auf verschiedenen Nutzer, u. a. die Kiesindustrie, die zum Abbau von Kiesen und Sanden den Oberboden abtragen und ggf. entsorgen muss. Ansätze zur Sanierung bzw. Umlagerung des belasteten Bodens haben sich auf Grund der chemischen Eigenschaften der PFAS sowie der großflächigen Kontamination als ökonomisch nicht umsetzbar erwiesen. Daher wird vermehrt auf die Möglichkeit gesetzt, die PFAS in belasteten Böden durch Zusatz spezieller Agentien zu immobilisieren und damit die Böden bestimmten Nutzungen zuzuführen, z.B. dem Bau von Sicht- oder Lärmschutzwällen.

Zur Beurteilung der Effektivität der Immobilisierung wird ein Verfahren zu deren experimentellem Nachweis benötigt. In diesem Projekt werden daher in Experimenten auf drei verschiedenen Skalen (Batch-Versuche, Säulenversuche, Lysimeter) und unter verschiedenen Bedingungen (gesättigt, variabel gesättigt) verschiedene Immobilisierungsansätze untersucht. Der zeitliche Verlauf der PFAS-Konzentrationen in den Experimenten wird mittels LC-MS/MS-Analytik gemessen und mathematisch modelliert.

Die Laborversuche sowie die Modellierung werden beim Projektpartner IWS/VEGAS an der Universität Stuttgart durchgeführt. Die Spurenanalytik der PFAS in den zu untersuchenden Feststoffen und wässrigen Proben erfolgt im hierauf spezialisierten TZW-Labor.

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