Einsatz von Algorithmen und Modellen zur Kurzzeitprognose für den Wasserbedarf

Historischer und prognostizierter Tageswasserbedarf eines Versorgungsgebietes (Simulationsdaten)

Die Anwendung von Algorithmen und mathematischen Modellen zur Auswertung und Vorhersage von Informationen wird für die Wasserwirtschaft zunehmend  interessant. Das DVGW Forschungsvorhaben Kurzzeitprognose beschäftigt sich mit der Identifikation potentieller Anwendungsfelder von Kurzzeitprognosen und prüft und bewertet die Anwendung dieser Verfahren an realen Wasserversorgungssystemen.

Kurzzeitprognosemodelle werden seit langem in den Bereichen Strom, Gas, Börse, Wettervorhersage etc. verwendet. Der Einsatz im Bereich der Wasserwirtschaft steht noch relativ am Anfang. Dieser wird sich jedoch durch die zunehmende Automatisierung der Prozessabläufe („Wasser 4.0“) weiter fortsetzen. Für die Wasserbranche sind automatisierte Datenauswertungen und daraus folgende Optimierungsprozesse durch intelligente Algorithmen von hoher Relevanz. Wasserbedarfsanalysen und -modelle bilden in diesem Zusammenhang in der Wasserwirtschaft die zentrale Größe für die Steuerung und Bewirtschaftung von Anlagen und Aggregaten. Mit Hilfe robuster Prognosen für den Wasserbedarf können angepasste Betriebsstrategien entwickelt und strategische Entscheidungen unterstützt werden. Ein Schwerpunkt des Forschungsprojektes befasst sich mit der Aufarbeitung des Wissensstandes zu Kurzzeitprognosemodellen. Hierbei ist u. a. eine Umfrage zum derzeitigen Einsatz solcher Modelle im Trinkwasserbereich sowie zu perspektivischen Einsatzfeldern geplant. Des Weiteren werden verschiedene Kurzzeitprognosemodelle mit Realdaten von > 30 Wasserversorgungsunternehmen getestet.

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