Standortbezogene Minimierungsstrategie für den Metaboliten-Eintrag ins Grundwasser

Die Problematik der PSM-Metaboliten stellt die Wasserversorgung zunehmend vor Herausforderungen, wobei sich die Befundlage zwischen verschiedenen Grundwassereinzugsgebieten oft unterscheidet. Auch die beiden Hauptgewinnungsgebiete der bnNETZE GmbH in der Region Freiburg weisen signifikante Unterschiede in der Befundlage auf. Durch das Projekt wurde der bislang nicht erklärbare Unterschied zwischen den beiden Wasserschutzgebieten Hausen und Ebnet untersucht. Hierzu waren teils aufwändige analytische Methodenentwicklungen für die Untersuchung von Sickerwässern der Laborlysimeter, von Grund- und Oberflächenwässer sowie von Bodenproben auf möglichst viele der ausgewählten Substanzen erforderlich.

Um die Metabolisierung der, den Metaboliten zugrunde liegenden, PSM-Wirkstoffe und um die Verlagerung der Wirkstoffe und Metaboliten im Oberboden untersuchen zu können, wurden natürlich gelagerte Böden als Bodenmonolithe in den beiden Gebieten aufwändig entnommen und in die Laborlysimeteranlage eingebaut. Die Versuchsböden unterschieden sich maßgeblich in Bodenart und Humusgehalt. Die Böden aus dem WSG Ebnet wiesen dabei eine stärkere Retardierung hinsichtlich dieser Verbindungen auf.

Das Projekt zeigte, dass der mit den Nutzungen im Gebiet verbundene PSM-Einsatz den Eintragsterm bestimmt und der Humusgehalt der Böden sowie die Austauschrate gesteuert durch die Grundwasserneubildung zwei maßgebliche Einflussgrößen im Hinblick auf eine Belastung des Grundwassers mit PSM-Metaboliten darstellen.

Aus den Ergebnissen wurden allgemein gültige Handlungsoptionen für Wasserversorger abgeleitet, die auf eine Minimierung des Eintrages von Metaboliten aus Pflanzenschutzmitteln in das zur Trinkwassergewinnung genutzte Grundwasser abzielen.

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