Bestimmung von Oberflächenblei bei Produkten aus Kupferlegierungen< zurück

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Das von der Europäischen Union geförderte Projekt wurde im Kontext der Normungsarbeit durchgeführt. Ziel war es eine Methode zu entwickeln, mit der die Menge des an der Oberfläche angereicherten Bleis bei Produkten aus Kupferlegierungen ermittelt werden kann. Diese Methode sollte dann Eingang in die Produktionskontrolle von Produkten aus Kupferlegierungen im Kontakt mit Trinkwasser finden.

Kupferlegierungen enthalten aus Gründen der besseren Verarbeitbarkeit insbesondere beim Drehen und Fräsen einen gewissen Bleianteil. Somit kann Blei an das Trinkwasser abgegeben werden. Die Bleiabgabe ist dabei durch zwei wesentliche Faktoren beeinflusst. So geht zu Beginn das auf der Oberfläche angereicherte Blei in Lösung. Danach wird die Bleiabgabe von der Materialeigenschaft bestimmt.

Während des Verarbeitungsprozesses von Rohlingen aus Kupferlegierungen wie Messing oder Rotguss bildet sich ein sogenannter Bleifilm auf der Oberfläche. Dieser hängt vom Verarbeitungs- und Produktionsprozess beim jeweiligen Hersteller ab. Die Menge des angereicherten Bleis soll durch ein geeignetes Testverfahren ermittelt werden. Hierzu wurde ein Waschprozess entwickelt, mit dem das Oberflächenblei quantitativ abgelöst werden kann. Dazu wurden Probekörper einfacher Geometrie verwendet. In mehreren Vergleichsversuchen wurden erfolgreich die Aspekte Genauigkeit, Materialbeschaffenheit und Legierungszusammensetzung getestet. Eine direkte Übertragbarkeit der Ergebnisse, die mittels der Probekörper erhalten wurde, auf reale Produkte steht jedoch noch aus.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Wolfgang Werner

Tel.: +49(0)721/93163-18
Fax: +49(0)721/93163-99
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Förderer

EU: Action A 14/2005