Einfluss des organischen Kohlenstoffs auf die Kupferkorrosion< zurück

Untersuchungen mit Modell- und Realwässern an Testrohranlagen nach DIN 50931-1 zur Wirkung eines natürlichen Grundwassser-DOC

Im Rahmen eines gemeinsamen Messprogramms des Umweltbundesamtes (UBA) und der Kupferindustrie wurden im Jahr 2000 im gesamten Bundesgebiet Haushalte mit Kupferinstallationen beprobt. Auf der Grundlage dieser empirisch gewonnenen Ergebnisse wurde die Anwendungsnorm DIN 50930-6 neu gefasst und im Jahr 2001 verkündet. Daraus ergaben sich für Verbraucher, Versorgungsunternehmen und Aufsichtsbehörden Veränderungen bezüglich der Einsatzbereiche der metallischen Werkstoffe. Für den Werkstoff Kupfer wird seither neben dem pH-Wert die Konzentration des organischen Kohlenstoffs als Beurteilungskriterium herangezogen.

Die Auswertung von Praxisdaten aus Versuchen des TZW nach DIN 50931-1 in verschiedenen Wasserwerken hat allerdings ergeben, dass der von Trinkwasserverordnung und DIN 50930-6 gesetzte Anwendungsbereich für Kupfer nicht in allen Fällen den realen Gegebenheiten gerecht wird und dass mit diesen Befunden allein erforderliche Maßnahmen zur Verminderung der Kupferabgabe nicht identifiziert werden können.

Das TZW untersuchte daher im Rahmen dieses vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs e.V. (DVGW) geförderten Projekts den Einfluss eines Grundwasser-DOC auf die Kupferabgabe. Die Ergebnisse aus den Versuchsständen nach DIN 50931-1 werden ergänzt durch Laborversuche zur Wirkung des DOC auf die im Rahmen eines vorausgegangenen Projekts identifizierten Teilprozesse bei der Kupferkorrosion und durch eine molekulare Charakterisierung des DOC.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Wolfgang Werner

Tel.: +49 721/93163-18
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