Untersuchungen zur Reinheitsprüfung von Phosphonaten als Antiscalants im Prozess der Membranfiltration< zurück

Werden zur Wasserenthärtung Nanofiltrations- oder Niederdruckumkehrosmoseembranen (NF/LPRO) eingesetzt, so erfolgt auf der Membranseite eine Aufkonzentrierung von Wasserinhaltsstoffen, die zu einer Überschreitung von Löslichkeitsprodukten schwer löslicher Salze führen kann. Um zu verhindern, dass Salze auf der Membranoberfläche ausfallen, werden Antiscalants zudosiert. In der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 TrinkwV 2001 sind aktuell 14 Wirksubstanzen als Antiscalants zugelassen, wovon neben zwei Polyphosphaten auch neun Phosphonsäuren aufgeführt sind. Als phosphorfreie Produkte sind drei Polyacrylsäuren aufgeführt. Auf dem Markt ist eine große Zahl an Formulierungen von mehreren Herstellern vorhanden, wobei über die genaue Zusammensetzung und zu Wirkstoffgehalten oft keine Aussagen gemacht werden. Die Einsatzmenge von Phosphonaten als Antiscalants in Membrananlagen hat sich aufgrund der zunehmenden Verbreitung der Technik und der guten Wirkeigenschaften in den letzten Jahren gesteigert. In diesem Zusammenhang stellen sich primär Fragen der Zusammensetzung, des Gehalts und der Reinheit der eingesetzten Formulierungen. Davon abhängig ist die Frage ihrer Wirkweise/Dosierung als Antiscalant.
Aus Laboruntersuchungen und Praxiserfahrungen geht hervor, dass sich die verschiedenen Antiscalants unterschiedlich gut für verschiedene Anforderungen eignen (z.B. Calciumcarbonat vs. Calciumsulfat). Es ist daher wünschenswert, nähere Informationen zur Zusammensetzung und Wirkweise zu haben, um schneller das passende Produkt finden zu können. Die Ziele des Vorhabens sind die chemisch-analytische Charakterisierung von phosphonathaltigen Formulierungen und Konzentraten, so dass Aussagen zur Zusammensetzung, zum Stoffgehalt und zu nicht deklarierten Zusätzen bzw. Verunreinigungen getroffen werden können.

Kontakt

Dr. Oliver Happel

Tel.: +49 721 9678-155
Fax: +49 721 9678-104
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Förderung

DVGW W7/01/13

Projektdauer

08/2015 - 10/2016