Zustandsorientierte Netzspülung: Mehr als eine Reinigungsmaßnahme

Spülfahrzeug mit Spüldatenerfassung und Filtersystem zur Anreicherung von Invertebraten

Spülfahrzeug mit Spüldatenerfassung und Filtersystem zur Anreicherung von Invertebraten

Die zustandsorientierte Netzspülung nach dem Verfahren der Spülung mit klarer Wasserfront ist ein bewährtes Instrument zur Entfernung mobilisierbarer Ablagerungen aus Trinkwasserverteilungsnetzen. Bei fachgerechter Planung, Durchführung und messtechnischer Begleitung bietet sie jedoch weit mehr als nur einen Reinigungseffekt.

Die während der Spülung gewonnenen Daten liefern wertvolle Informationen über den Zustand des Versorgungsnetzes. So können Erkenntnisse zum Zustand von Armaturen, zur hydraulischen Leistungsfähigkeit einzelner Leitungsabschnitte, zu Trinkwassertemperaturen sowie zu möglichen mikrobiologischen Auffälligkeiten gewonnen werden. Auch Hinweise auf das Vorkommen von Invertebraten im Verteilungsnetz lassen sich im Rahmen der Netzspülung erfassen.

Damit wird die zustandsorientierte Netzspülung zu einem praxisnahen und belastbaren Instrument der Netzanalyse. Die gewonnenen Informationen unterstützen Wasserversorgungsunternehmen sowohl bei operativen Entscheidungen im Netzbetrieb als auch bei der mittel- und langfristigen Planung von Instandhaltungs- und Rehabilitationsmaßnahmen.

Das TZW verfügt auf diesem Gebiet über mehr als 20 Jahre Erfahrung. In diesem Zeitraum wurden für zahlreiche Wasserversorgungsunternehmen Spülpläne entwickelt und insgesamt über 20.000 Kilometer Leitungsnetz systematisch gespült. Darüber hinaus begleitet das TZW Wasserversorgungsunternehmen bei der Einführung und Etablierung der zustandsorientierten Netzspülung im Regelbetrieb.

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