TZW: Rückblick

Jahresbericht 2025

Liebe Leserin, liebe Leser!

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Daten und Zahlen

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Forschungsprojekte

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Kunden

0

Mitarbeitende

0

Wasserproben

Umsatzentwicklung

26 Mio. €

23 Mio. €

20 Mio. €

17 Mio. €

18,7 Mio. €
2021
20,0 Mio. €
2022
21,0 Mio. €
2023
24,8 Mio. €
2024
25,8 Mio. €
2025

Mittelherkunft

  • Prüfungen 44%
  • Forschung 12%
  • technisch-wissenschaftliche Expertisen 44%
2025

Arbeitsgebiete

  • Ressourcenschutz

    Schwerpunkte 2025

    • Risikomanagement in der Wasserversorgung / Trinkwassereinzugsgebieteverordnung
    • Problem- und gebietsspezifische Monitoringprogramme, Bodenanalysen und Ortsbegehungen
    • Einführung und Aufbau von Grundwassermodellen für die Wasserversorgung
    • Auswirkungen des Klimawandels auf das örtliche Wasserdargebot
    • Grundwasserverträgliche Landbewirtschaftung
    • Resilienz in der Wasserversorgung
    • Softwarelösung RiskPlus
       

    WEITERE INFOS

  • Umweltbiotechnologie

    Schwerpunkte 2025

    • Elektrochemischer Abbau von PFAS
    • Entwicklung neuer Methoden zum Nachweis von Antibiotikaresistenzen in der Umwelt
    • Mikrobiologischer Abbau von Trichlorethen unter aeroben Bedingungen ohne zusätzliche Auxiliarsubstrate
    • Natürlicher Abbau (NA) von Chlorethenen an kontaminierten Standorten
    • Abbau von Schadstoffen durch Kombination von chemischer (ISCO) und mikrobiologischer Behandlung
    • Molekularbiologische Methoden für das Monitoring

     

    WEITERE INFOS

  • Wasseranalytik

    Schwerpunkte 2025

    • Untersuchung von Trinkwasserproben entsprechend den rechtlichen Vorgaben
    • Untersuchung von Grund-, Oberflächen- und Rohwässern
    • Untersuchung von kommunalen und industriellen Abwässern
    • Bestimmung von ultra-kurzkettigen PFAS in unterschiedlichsten Matrizes
    • Bestimmung von PMT-Stoffen (z. B. TFA, Amidosulfonat, 1,2,4-Triazol, 1,4-Dioxan, Melamin) in wässrigen Proben
    • Bestimmung von Mikroplastik in verschiedenen Matrices
    • Spezifischer mikrobiologischer Nachweis von Indikatororganismen oder Krankheitserregern
    • Untersuchung von somatischen Coliphagen
    • Quantitative Bestimmung des assimilierbaren organischen Kohlenstoffs (AOC) durch die Aufnahme von Bakterienvermehrungskurven
    • Identifizierung von Bakterien mit MALDI-TOF-MS

     

    WEITERE INFOS

  • Spurenstoffe

    Schwerpunkte 2025

    • Entwicklung und Verbesserung von spurenanalytischen Verfahren für Mikroverunreinigungen sowohl für Wasserproben als auch für Feststoffproben
    • Analytik von Wasser- und Feststoffproben auf PFAS
    • Untersuchungen zur Freisetzung von PFAS aus unterschiedlichsten Matrizes
    • Analytik und Umweltverhalten von PMT-Stoffen (z. B. TFA, Amidosulfonat, 1,2,4-Triazol u. a.)
    • Bestimmung von spezifischen Stoffgruppen wie Antiscalants (organischen Phosphonaten und Polyacrylaten), Arzneimittelrückständen und hormonell wirksamen Substanzen, Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und -metaboliten
    • Non-Target-Analytik für die Spurenstoffidentifizierung
    • Elutionsversuche zur Ermittlung der Freisetzung von Spurenstoffen aus Boden oder anderen festen Materialien
    • Bestimmung von Mikroplastik in verschiedenen Matrices

     

    WEITERE INFOS

  • Mikroorganismen

    Schwerpunkte 2025

    • Identifizierung und Ursachenermittlung für hygienisch-mikrobiologische Befunde bei der Wassergewinnung, im Wasserwerk, in Behältern oder im Trinkwasserverteilungssystem
    • Aufstellung von Handlungsplänen bei Wasserversorgungsunternehmen ohne Abschlussdesinfektion mit Chlor oder Chlordioxid
    • Analyse und Bewertung von Aeromonaden im Trinkwasser
    • Praxiseinsatz mikrobiologischer Online-Analyseverfahren (Durchflusszytometrie, enzymatische Aktivität, ATP)
    • Nachweis von Cyanobakterien und deren Toxine
    • Mikrobiomanalysen zur Ermittlung der Biodiversität in Talsperren
    • Bewertung der mikrobiologischen Rohwasserbeschaffenheit zur Prüfung der Aufbereitungsnotwendigkeit
    • Weitergehende Untersuchung von Rohwässern auf pathogene Mikroorganismen (Campylobacter, Viren und Parasiten) und viraler Indikatoren (Bakteriophagen) zur Anwendung als quantitative mikrobielle Risikobewertung (QMRA)
    • Untersuchungen auf antibiotikaresistente Bakterien und Antibiotikaresistenzgene

     

    WEITERE INFOS

  • Abwasser und Wasserkreislauf

    Schwerpunkte 2025

    • Nachweis von SARS CoV-2 und Influenza-Biomarkern im Abwasser
    • Extraktion der Nucleinsäuren und quantitative Messung mit Hilfe von digitaler Droplet-PCR (ddPCR)
    • Quantitative Erfassung der RNA im Rahmen der abwasserbasierten Epidemiologie
    • Wasserwiederverwendung
    • Entfernung mikrobiologischer Verunreinigungen bei der Aufbereitung und Wiederverwendung von Abwasser
    • Elimination von Antibiotikaresistenzen und Viren bei der weitergehenden Abwasserbehandlung
    • Passivsammler für den Nachweis von SARS-CoV-2 und Antibiotika-Resistenzen

     

    WEITERE INFOS

  • Prüfung von Materialien und Produkten

    Schwerpunkte 2025

    • Prüfungen nach KTW-Bewertungsgrundlage, Typprüfungen und Überwachungsprüfungen
    • Erstinspektionen und Überwachungen im Auftrag von DVGW CERT im Rahmen von 1+-Zertifizierungen
    • Mitarbeit in Gruppen zur Erstellung des Supporting-Dokuments im Rahmen der EU-DWD
    • Produktüberwachung bei Herstellern vor Ort
    • Prüfung von Rohren und Armaturen
    • Prüfung von Produkten in der Wasserverteilung und Trinkwasserinstallation
    • Prüfung von Geräten zur Wasserbehandlung in der Hausinstallation (z. B. Enthärtungsanlagen)
    • Prüfung von UV-Geräten, Sensoren und UV-LED-Technologie

     

    WEITERE INFOS

  • Struktur- und Technologiekonzepte

    Schwerpunkte 2025

    • Struktur- und Versorgungskonzepte angepasst an veränderte Rahmenbedingungen wie den Klimawandel oder die demografische Entwicklung
    • Optimierung bestehender Aufbereitungsverfahren in Hinblick auf Energie- und Ressourceneffizienz
    • Pilotanlagen für Aufbereitungsverfahren und Technologiekonzepte
    • Behandlung von salzhaltigem Retentat aus Umkehrosmoseanlagen
    • Entfernung von PFAS unter Berücksichtigung neuer Trinkwassergrenzwerte
    • Wissenschaftliche Begleitung von erweiterten Wirksamkeitsprüfungen neuer Aufbereitungsmaterialien
       

    WEITERE INFOS

  • Assetmanagement und Infrastruktur

    Schwerpunkte 2025

    • Kamerainspektion von Trinkwasserleitungen
    • Entwicklung und Umsetzung der zustandsorientierten Spülstrategie
    • Identifizierung von Wasserverlusten durch die Analyse von Wasserbedarfsdaten mittels spezifischer Algorithmen
    • Entwicklung optimierter Instandhaltungsstrategien basierend auf In-situ-Korrosionsmessungen und systematischen Rohrnetzspülungen
    • Sicherung der Wasserbeschaffenheit in der Trinkwasser-Installation durch optimierten Betrieb der Installation
    • Struktur- und Versorgungskonzepte angepasst an veränderte Rahmenbedingungen wie den Klimawandel oder die demographische Entwicklung
    • Zustandsbewertung von Armaturen in Trinkwassernetzen
    • Wärmeentnahme aus dem Trinkwasser
    • Risikomanagement für Verteilungssysteme

     

    WEITERE INFOS

  • Digitalisierung und Management

    Schwerpunkte 2025

    • Softwarelösung für das Risikomanagement (RiskPlus)
    • Softwarelösung zur Prognose des kurzfristigen Trinkwasserbedarfs (PrognEAU)
    • Softwarelösung zur Einordnung der Trinkwasserrelevanz von Spurenstoffen und möglicher Maßnahmen zur Risikobeherrschung (FuE-Teilprojekt HOT-TARGET)
    • Softwarelösung zur schnellen Identifikation trinkwasserrelevanter mikrobiologischer Organismen mittels MALDI-TOF-Analysen (FuE-Teilprojekt BAK-IDENT)
    • Softwarelösung zur Auswertung von Daten aus der Non-Target-Analytik (FuE-Projekt K2I-Xplore)
    • Softwarelösung zum Betrieb großtechnischer Umkehrosmoseanlagen (FuE-Projekt TRINK-PREDICT)
    • Betrieb von Datenbanken für bis zu 1.200 Wasserversorgungsunternehmen zum Vorkommen von Pflanzenschutzmitteln mit deren Metaboliten einschließlich fachlicher Bewertung
    • Klimastresstest für die öffentliche Wasserversorgung in Thüringen
    • Videos und hybride Formate zur Wissensvermittlung

     

    WEITERE INFOS

2025 abgeschlossene Projekte

Anpassungsstrategien der öffentlichen Wasserversorgung an Extremereignisse (TrinkXtrem)

Um die Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung gegenüber Extremereignissen zu verbessern, wurden im Forschungsprojekt TrinkXtrem vier Softwaretools und neun Methoden und Konzepte entwickelt und auf Modellregionen angewandt. Dabei wurde die gesamte Prozesskette von der Rohwasserfassung bis zur Trinkwasserverteilung adressiert.

Verschiedene Bakterienkolonien auf Agarplatte
Kultivierung von bisher unkultivierten Mikroorganismen aus verschiedenen aquatischen Lebensräumen (MultiKulti)

Im BMFTR-Projekt MultiKulti wurde ein vielseitig einsetzbares Kultivierungssystem für bisher unkultivierte Mikroorganismen aus schwer zugänglichen Standorten gebaut und erprobt. Zur Überwachung des mikrobiellen Wachstums kamen Online-Systeme zum Einsatz.

Fahrwagen zur Inspektion im Trinkwasserrohr
Fahrwagen zur Inspektion im Trinkwasserrohr
Optisch-akustische Inspektion von Trinkwasserverteilungssystemen (OptInspekt)

Im Projekt OptInspekt wurden drei verschiedene optische Inspektionssysteme systematisch im Trinkwasserbereich erprobt. Ziel war es, ihre Einsatzgrenzen, ihre Praxistauglichkeit und die Qualität der gewonnenen Daten unter realen Bedingungen zu bewerten.

Nanofiltration mit Hohlfasermembranen zur PFAS‑Eliminierung
Nanofiltration mit Hohlfasermembranen zur PFAS‑Eliminierung
PFAS-Entfernung mittels Nanofiltration (KapillO-PFAS)

Im Rahmen von Pilotuntersuchungen mittels Hohlfaser-Nanofiltrationsmembranen wurde der PFAS-Rückhalt in Abhängigkeit von der jeweiligen Wassermatrix und den Betriebsbedingungen ermittelt.

Brunnen mit fließendem Wasser
Die Wasserversorgung steht vor großen Herausforderungen (Bild: JuergenM auf Pixabay)
Resilienz in der Wasserversorgung (ResilJetzt!)

Regional-temporäre Engpässe und Klimafolgenabschätzungen machen für die Wasserversorgung immer deutlicher, dass örtliche bis überregionale Anpassungsstrategien notwendig sind. Im Projekt ResilJetzt! wurden deshalb der Status Quo betrachtet und Resilienzoptionen zur Anpassung der Wasserversorgung an Herausforderungen wie denen des Klimawandels aufgezeigt.

Phagenlyse im Labor und Nachweis mittels Durchflusszytometrie, Plaque-Assay, qPCR und Fluoreszenzmessung.
Schutz der Wasserversorgung durch Detektion der Cyanobakterien-Lyse (CyLys)

Bei der Lyse von Cyanobakterien durch Viren (Cyanophagen) können Toxine freigesetzt werden, die kritisch für die Trinkwasserversorgung sind. Im Projekt CyLys wurden daher Nachweismethoden für Cyanobakterien und Cyanphagen entwickelt, um eine Lyse von Cyanobakterien frühzeitig zu detektieren.

mit Wasser überflutete Straßen
überflutete Straßen, RRR-Projekt
Transnationale Strategie zur Nutzung von Straßenablaufwasser (Rural_Roadwater_Rescue)

Straßen und Autobahnen durchqueren das Nord-West-Europäische (NWE)-Gebiet in großem Umfang. Sie leiten das bei Regenfällen abfließende Wasser in der Regel direkt in Kanäle/Flüsse ab, während lokale Akteure dieses überschüssige Wasser dringend benötigen würden. Rural_Roadwater_Rescue (RRR) zeigt eine umsetzbare Strategie zur Einsparung, Aufbereitung (Reinigung) und lokalen Verteilung von Wasser durch die Umgestaltung bestehender Straßen/Autobahnen auf.

Niederschlagsmonitoring auf TFA durch das TZW (Bild: Shutterstock)
Niederschlagsmonitoring auf TFA durch das TZW (Bild: Shutterstock)
Trifluoressigsäure - Mögliche Folgen einer veränderten Regulierung (TFA-Trink)

Aktuell gilt für TFA im Trinkwasser ein toxikologisch begründeter Trinkwasserleitwert (LWTW) von 60 µg/L. Im Jahr 2024 wurden jedoch weitere toxikologische Daten vorgelegt, die zu einer Neubewertung führen könnten. Im Rahmen des Projekts wurde daher die Betroffenheit der deutschen Trinkwasserversorgung hinsichtlich einer möglichen Einführung eines pauschalen Grenzwerts oder einer toxikologisch begründeten Absenkung des derzeit geltenden LWTW für TFA dargestellt, die Möglichkeiten der technischen…

Plattenwärmetauscher
Plattenwärmetauscher Quelle: shutterstock
Wärmenutzung aus Trinkwasserverteilnetzen (Wärmeentnahme)

Das Forschungsprojekt „Wärmeentnahme“ untersucht die Nutzung von Wärme aus Trinkwasserverteilnetzen, um den aktuellen Wissen- und Erfahrungsstand aufzuarbeiten. Im Zuge der Energiewende und der kommunalen Wärmeplanung gewinnt die Nutzung von Wärme aus Trinkwasserverteilnetzen zunehmend an Bedeutung. Die Möglichkeit, Wärme aus Trinkwasser zu gewinnen, wurde bereits vor einigen Jahren im Wasserfach diskutiert, jedoch aufgrund hygienischer Bedenken abgelehnt.

Wasserwiederverwendung und Trinkwasserspeicher in der Erprobung (FLEXITILITY)

Wie sieht eine flexible und klimaresistente Wasserversorgung in Zukunft aus? Diese Fragestellung wurde im Projekt Flexitility untersucht. In der Umsetzungsphase des Projekts beschäftigte sich das Team des TZW und die Forschungspartner spezifisch mit der Wirkung dezentraler Trinkwasserspeicher.

Internationale Projekte

Zero Pollution of Persistent, Mobile substances (ZeroPM)

Das neue europäische Forschungsprojekt Zero Pollution of Persistent, Mobile substances (ZeroPM) zielt darauf ab, dem Eintrag solcher Stoffe in die Umwelt vorzubeugen, besonders problematische Stoffe und Stoffgruppen zu identifizieren und Eintragsminderungsmaßnahmen für diese vorzuschlagen.

Infiltrationsbecken Lima, Peru
Infiltrationsbecken Lima, Peru
Wasserwiederverwendung mittels MAR und Membranen (NEWA2)

Anhand von Demonstrationsanlagen sollen im Forschungsprojekt NEWA2 die Verfahren der Grundwasseranreicherung und der solarbasierten Membrantechnik untersucht werden, um Möglichkeiten der indirekten bzw. direkten Wasserwiederverwendung und deren Beitrag zur Minderung der lokalen Wasserknappheit zu bewerten.

Nachhaltiges und‎ ‎klimaangepasstes ‎Wassermanagement in Regionen des südlichen Afrikas (WASA)

Im Rahmen von WaMiSAR untersucht das TZW mikrobielle Prozesse in Grundwässern von durch Bergbauaktivitäten belasteten Grundwässern in Regionen des südlichen Afrikas. Der Fokus wird dabei auf die bakterielle Sulfat-Reduktion gelegt.

Wasseraufbereitung in Kläranlage
Deutsch-Israelisches Vorhaben zur weitergehenden Abwasserbehandlung (ELARIA)

In Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollen verlässliche Daten zu zusätzlichen Abwasserbehandlungsschritten hinsichtlich der Entfernung von Antibiotikaresistenzen und gesundheitsbezogenen mikrobiologischen Parametern gewonnen werden.

Stimulation des aeroben TCE-, cDCE- und VC-Abbaus mit Sauerstoff
Stimulation des aeroben TCE-, cDCE- und VC-Abbaus mit Sauerstoff
Bioaugmentation und Biostimulation zur Sanierung von Chlorethen-kontaminiertem Grundwasser (ChloroBioRem)

Zusammen mit Experten für Metagenomanalysen aus China wird in ChloroBioRem die funktionelle Biodiversität für den aerob metabolischen Chlorethenabbau untersucht. Daraus werden optimierte Grundwassersanierungskonzepte und innovative Monitoringmethoden entwickelt.

Organisation

 

6 Abteilungen

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46 Publikationen

Zu den Publikationen

 

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