Das EU‑Projekt ZeroPM wird im September 2026 abgeschlossen. In den vergangenen Jahren hat das Konsortium entscheidende Fortschritte erzielt, um persistente und mobile Stoffe (PM‑Stoffe) in der Umwelt besser zu erkennen, zu vermeiden und zu behandeln. Die entwickelten Ansätze und Pilotanwendungen leisten einen wichtigen Beitrag für ein verbessertes Umwelt‑ und Trinkwasserschutzmanagement.
Chemikalien, die sich in der Umwelt nicht abbauen – sogenannte „persistente“ Stoffe, oft auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet – werden zunehmend als globale Bedrohung erkannt. Viele dieser Stoffe können sich über weite Strecken mit dem Wasser ausbreiten, wodurch sie „mobil“ sind, und sind, einmal in der Umwelt angekommen, nur sehr schwer zu entfernen. In den vergangenen fünf Jahren hat ZeroPM Strategien zur Vermeidung, Priorisierung und Entfernung entwickelt, um Umwelt und menschliche Gesundheit vor persistenten und mobilen Stoffen zu schützen.
Erfolge von ZeroPM
Der Erfolg von ZeroPM beruht auf dem Projektansatz, der alle relevanten Akteure entlang des Lebenszyklus persistenter und mobiler Stoffe miteinander verbindet – von Produktion und Nutzung über Emissionen und Wasseraufbereitung bis hin zu Umwelt- und Gesundheitsschutz. Dadurch können Projektergebnisse gezielt an die jeweiligen Gruppen vermittelt und verbreitet werden, unterstützt durch einen ambitionierten und innovativen Ansatz in der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Durch eine Reihe von Webinaren, populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Publikationen, Konferenzbeiträgen, kurzen Informationsfilmen, Technologiedemonstrationen und eine starke Präsenz in den sozialen Medien wird das Vermächtnis von ZeroPM gesichert.
ZeroPM hat eine Reihe von Präventionswerkzeugen für die Industrie entwickelt, darunter eine „Alternative Assessment Database“, um sicherere und nachhaltigere Chemikalien als Ersatz für persistente und mobile Stoffe zu finden, sowie einen „PFAS‑Leitfaden“, der dabei hilft zu erkennen, ob PFAS in einem Produkt oder in der Lieferkette enthalten ist.
Präventionswerkzeuge für politische Entscheidungsträger und Vollzugsbehörden konzentrieren sich auf die ZeroPM Regulatory Watch, die politischen Entwicklungen beobachtet sowie Lücken und Chancen in bestehenden und kommenden Regulierungen aufzeigt.
Priorisierungswerkzeuge für die Wasser- und Chemikalienbranche umfassen Strategien zur Stoffgruppierung, die eine frühzeitige Identifizierung weniger bekannter oder neuer potenziell schädlicher Stoffe erleichtern. Dazu gehört das Global Chemical Inventory, das FAIR-Daten zu Chemikalien auf dem Weltmarkt bereitstellt.
Priorisierungswerkzeuge für politische Entscheidungsträger beinhalten eine Risikopriorisierungsmatrix, mit der persistente und mobile Stoffe nach Gefährdungspotenzial und Exposition bewertet werden können – eine Unterstützung für regulatorische Entscheidungen zum Schutz der Umwelt.
Entfernungswerkzeuge für die Wasserbranche beinhalten die Entwicklung und den Pilotbetrieb von Methoden zur Behandlung von Trinkwasser und Klärschlamm. Diese innovativen Verfahren wurden umfassend untersucht, um ihre Leistungsgrenzen und ihre Nachhaltigkeit zu verstehen.
Abschlussphase des Projekts
In den letzten Projektmonaten wird ZeroPM eine Summer School auf Lesbos (Griechenland) veranstalten, die sich auf PFAS konzentriert und Themen wie Monitoring, Sanierung, Regulierung und Analytik umfasst.
Der Abschlussworkshop „Zero pollution of persistent and mobile substances: The way forward“ findet vom 8. bis 10. September 2026 in Brüssel statt. ZeroPM wird dort die Werkzeuge, Erkenntnisse und Innovationen vorstellen, die dazu beitragen können, die Ziele der „Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit“ zu erreichen – hin zu einer schadstofffreien Zukunft.
Im September 2026 endet ZeroPM offiziell – doch die Ergebnisse und Werkzeuge des Projekts werden weit darüber hinaus Wirkung entfalten. Viele der im Rahmen von ZeroPM entwickelten Ansätze fließen bereits in laufende Forschungsaktivitäten, regulatorische Diskussionen und technische Weiterentwicklungen ein. Zudem prüft das Konsortium Möglichkeiten für Folgeinitiativen, um die Strategien zur Vermeidung, Priorisierung und Entfernung persistenter und mobiler Stoffe weiter voranzubringen.
Weitere Informationen
Webseite: https://zeropm.eu/
YouTube-Kanal: ZeroPM - H2020 - YouTube
LinkedIn:(26) ZeroPM: Overview | LinkedIn
Zenodo: https://zenodo.org/communities/zeropm-h2020/records?q=&l=list&p=1&s=10