Aktivkohle aus Laub (CoAct)

Die Forscher des Projekts „CoAct“ wollen im Raum Friedrichshafen Laub und andere Rest-Biomassen in Aktivkohle und Brennstoffe umwandeln. Vom TZW werden die Aktivkohlen bezüglicher ihrer Leistungsfähigkeit zur Spurenstoffentfernung untersucht.

Laub oder Landschaftspflegematerial, wie Grasschnitt von Naturschutzflächen müssen nicht unbedingt kompostiert werden. Die Forscherinnen und Forscher des Projekts CoAct entwickeln technische Verfahren, um aus solchen sogenannten Rest-Biomassen Aktivkohle und Energie zu gewinnen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an einem Konzept, um dieses Prinzip im Baden-Württembergischen Friedrichshafen und im umliegenden Bodenseekreis umzusetzen. Dabei werden lokale Landwirte zum Beispiel Obstbaumschnittgut zur Energie- und Aktivkohlegewinnung zur Verfügung stellen. Die gewonnenen Produkte sollen der regionalen Wirtschaft zugutekommen, das Klima schonen und die Wasserqualität verbessern und damit zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt und des Landkreises mit seinen Kommunen beitragen.

Die hergestellten Aktivkohlen aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien werden sowohl im Labormaßstab als auch im halbtechnischen Maßstab auf einer Kläranlage untersucht, um die Adsorptionskapazitäten hinsichtlich Spurenstoffen zu ermitteln und mit handelsüblichen Produkten zu vergleichen.

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