Begrenzung des Chloratgehaltes in Natriumhypochloritlösungen

Beispiel für Natriumhypochloritlösung (Handelsware)

Ziel des Vorhabens ist es, detaillierte Informationen über auf dem Markt verfügbare Natriumhypochloritlösungen und den Chloratanteil der beim Wasserversorgungsunternehmen angelieferten Produkte sowie zur Chloratbildung in Abhängigkeit von den Lagerbedingungen zu erhalten. Aus der Projektbearbeitung sollen die Voraussetzungen für eine Überarbeitung der entsprechenden Norm für Natriumhypochlorit hervorgehen.

Für Natriumhypochlorit gibt die DIN EN 901 einen zulässigen Natriumchloratanteil von 5,4 % bezogen auf die Chlorkonzentration vor. Wird ein Produkt mit diesem Chloratanteil geliefert, kann der Höchstwert von Chlorat im Trinkwasser von 70 µg/L bei einer Dosierung von 1,2 mg/L Chlor schon nicht mehr sicher eingehalten werden. Dies ist insofern von Bedeutung, als dass es während der Lagerung von Natriumhypochlorit zu einer Chloratbildung kommt. Vom DVGW wurde deshalb eine Überarbeitung der DIN EN 901 mit dem Ziel initiiert, den Chloratgehalt in Natriumhypochloritlösungen stärker zu begrenzen.

Dafür ist es erforderlich, detaillierte Angaben über verfügbare Produkte und Lieferwege zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, weitere Möglichkeiten der Begrenzung der Chloratbildung auf dem Weg vom Hersteller über den Händler zum Wasserversorgungsunternehmen zu recherchieren.

Darüber hinaus besteht das Ziel in der Erarbeitung von Vorgaben für die Eingangskontrolle und Lagerung von Natriumhypochloritlösungen zur Vermeidung/ Verminderung der Chloratbildung.

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