Quellen und Eintragspfade für Chromat

Wo kommt das Chromat denn her?

Die Quellen und Eintragspfade für Chromat in Rohwässer von Trinkwasserversorgern im südlichen Oberrheingraben wurden aufgeklärt. Zudem wurden Handlungsempfehlungen zu ihrer Beseitigung abgeleitet.

Die Toxizität von sechswertigem Chrom (Chromat) wird seit einigen Jahren kritischer bewertet als dies in der ferneren Vergangenheit der Fall war. Daher werden seit ca. 2013 Überlegungen angestellt, den Grenzwert für Chrom im Trinkwasser zu verringern. Bei der letzten Änderung der Trinkwasserverordnung am 3. Januar 2018 wurde der Grenzwert jedoch nicht geändert; er beträgt weiterhin 50 µg/L für Gesamt-Chrom.

In dem Zeitraum, in dem eine Verringerung des Trinkwassergrenzwertes auch von Behördenseite wie Bundesministerium für Gesundheit und Umweltbundesamt diskutiert wurde, sind mehrere Untersuchungen zum Vorkommen von sechswertigem Chrom durchgeführt worden, in denen die Chrom(VI)-Gehalte in Grund-, Quell- und Oberflächenwässern ermittelt wurden. Hierbei wurden in Grundwässern im Gebiet des Oberrheingrabens auffällig erhöhte Konzentrationen an Chrom(VI) ermittelt. In dem vorliegenden Projekt wurde daher eine tiefergehende Betrachtung der Chromkonzentrationen in Grund- und Quellwässern mit hoher regionaler oder lokaler Auflösung erarbeitet. Durch eine detaillierte Betrachtung einzelner Modellgebiete und weitergehender Untersuchungen von Grundwassermessstellen wurden zudem die Ursachen der Chromatbelastungen identifiziert.

In den analysierten Grund- und Quellwässern liegt Chrom hauptsächlich als sechswertiges Chromat vor. Die Konzentrationen variieren zwischen < 0,02 µg/L und 3 µg/L. In Relation auf den beibehaltenen Grenzwert von 50 µg/L sind die vorliegenden Konzentrationen daher als gering zu beurteilen.

Die detaillierten Untersuchungen von insgesamt sechs Modellgebieten ergaben, dass in den meisten Fällen erhöhte Chromgehalte in Grund- und Quellwässern geogenen Ursprungs sind.

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