Innovation zur Reduzierung von PFAS im europäischen Gesundheitssektor (PFAROS)

Maßnahmen zur nachhaltigen Minimierung der PFAS‑Belastung durch medizinische Produkte

Symbolbild: Chemikalien und Laboranalyse

Symbolbild: Chemikalien und Laboranalyse (shutterstock)

PFAROS wird sichere, wirksame und skalierbare Alternativen zu PFAS entwickeln, die auf soliden Daten, validierten Technologien und einer engen Zusammenarbeit mit den Interessengruppen basieren. Die entwickelten praktischen Lösungen und strategischen Leitlinien werden die Einhaltung von Vorschriften, Nachhaltigkeit und Kontinuität in wichtigen Anwendungen im Gesundheitswesen gewährleisten.

PFAROS wird sich mit sieben zentralen Herausforderungen befassen und dabei eng mit Interessengruppen aus Industrie, Wissenschaft, Medizin und Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um Wirkung und Erfolg sicherzustellen. Zu Beginn wird PFAROS die Verwendung von PFAS kartieren und den Datenaustausch in der globalen Lieferkette des Gesundheitswesens erleichtern. Dazu wird eine Reihe von Online-Tools entwickelt, darunter ein Datentool, das Fachkräften im Gesundheitswesen umsetzbare Erkenntnisse liefert. PFAROS wird die Produktqualität und Sicherheit von PFAS-Alternativen sicherstellen, die für PFAS entwickelt wurden, die derzeit in Polymeren, Beschichtungen, Verarbeitungshilfsmitteln und Komponenten für die analytische Synthese verwendet werden. PFAROS wird ein besseres Verständnis der potenziellen Expositionswege und der Sicherheit von PFAS-Alternativen gewinnen. PFAROS wird reproduzierbare, für den Menschen relevante Risikoeinstufungen liefern, um eine schnelle und ressourceneffiziente Auswahl sicherer PFAS-Alternativen und -Materialien zu ermöglichen. PFAROS wird die Akzeptanz bei den Interessengruppen, das Lebenszyklusmanagement und Aspekte der Kreislaufwirtschaft verbessern, indem verschiedene Szenarien berücksichtigt und die PFAS-Alternativen anhand eines sicheren und nachhaltigen Design-Rahmens bewertet werden. Alle Abfallbewirtschaftungsstrategien, sowohl für feste als auch für flüssige Abfallströme, werden hinsichtlich Effizienz, Selektivität, Energieverbrauch und Bildung von Nebenprodukten bewertet. Diese Schritte werden sicherstellen, dass PFAROS zu validierten Technologien und Lösungen gelangt. PFAROS wird politische Rahmenbedingungen und regulatorische Interaktionen unterstützen und einen EU-Fahrplan zur Reduzierung und Beseitigung von PFAS-Emissionen entwickeln. Schließlich wird PFAROS durch enge Zusammenarbeit mit allen relevanten Interessengruppen entlang der gesamten Lieferkette sicherstellen, dass die Industrie das Wissen und die Instrumente übernimmt.

Das Projektkonsortium von PFAROS vereint alle wesentlichen Expertisen entlang des gesamten Lebenszyklus. Das Konsortium besteht aus über 100 Partnern aus Wissenschaft, angewandter Forschung, Industrie, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft. Es deckt ein breites Spektrum an Fachgebieten ab, darunter analytische Chemie, Risikobewertung, Toxikologie, Materialwissenschaften, Umwelttechnik, pharmazeutische F&E, künstliche Intelligenz, Lebenszyklusanalysen, Politikberatung und Stakeholder‑Einbindung.

Dieses Projekt wird vom Innovative Health Initiative Joint Undertaking (IHI JU) im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101251281 unterstützt. Das JU erhält Unterstützung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union sowie von COCIR, EFPIA, Europa Bío, MedTech Europe und Vaccines Europe. 

Die Finanzierung erfolgt durch die Europäische Union, die privaten Mitglieder sowie die beitragenden Partner des IHI JU.

Die geäußerten Ansichten und Meinungen stammen jedoch ausschließlich von den Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht zwingend die Auffassung der genannten Parteien wider. Für diese Inhalte können die genannten Parteien nicht verantwortlich gemacht werden.

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