Stofftransfer von PFAS und PBDE von belasteten Böden in Nutzpflanzen (FLUORTRANSFER)

Aufwuchsversuche zum PFAS-Transfer Boden-Pflanze

Ziel des Projekts ist es, Bewertungsgrundlagen zur Ableitung von Prüf- und Maßnahmewerten für bodenrelevante, bisher nicht in der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) enthaltenen Schadstoffe und Schadstoffgruppen im Wirkungspfad Boden-Pflanze zu erarbeiten. Zu untersuchende Stoffgruppen umfassen schwerpunktmäßig per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), aber auch polybromierte Diphenylether (PBDE).

Neben einer Literaturrecherche werden umfangreiche Gefäß- und Feldversuche mit verschiedenen Testböden und Nutzpflanzen (Sommerweizen, Soja und Weidelgras) durchgeführt. Die Proben werden mit modernen und innovativen umweltanalytischen Methoden analysiert, wobei stoffspezifische Analysen um summarische Parameter ergänzt werden. Abschließend werden Transferfaktoren Boden-Nutzpflanze für die getesteten Variationen ermittelt, das Gefährdungspotential für Böden durch PFAS (und Vorläufersubstanzen) und PBDE abgeschätzt sowie Forschungsbedarf hinsichtlich einer möglichen Ableitung von Prüf- und Maßnahmenwerten aufgezeigt.

Folgende Fragen sind hierbei relevant:

  • In welchem Ausmaß findet ein Transfer von PFAS vom Boden in Pflanzen bzw. bestimmte Pflanzenteile statt?
  • Können geeignete Leitsubstanzen für diesen Transfer identifiziert werden?
  • Inwieweit kann die Gesamtheit der hier analysierten Einzelstoffe die Totalbelastung von Böden und Pflanzen mit PFAS (gemessen mit Summenparametern) erklären?
  • Welche Probenahmestrategie und welche analytischen Methoden sollen zukünftig bevorzugt angewendet werden, um einen Transfer von PFAS von Böden in Pflanzen zu untersuchen?
  • Reichen bisherige Erkenntnisse als fachliche Grundlagen aus, um Prüf- und Maßnahmewerte abzuleiten?
  • Wie hoch ist die Relevanz von PBDE für den Bodenschutz und welche Erkenntnisse liegen über deren Vorkommen und Verhalten, insbesondere über deren Aufnahme in Pflanzen, vor?
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