Zwanzig20-Advanced UV for Life – Prüfstand für LED Desinfektionsgeräte

Investition in einen innovativen Prüfstand zur Charakterisierung und Prüfung von LED-Desinfektionsgeräten

Vermessung von LED-Reaktorkomponenten

Um die Nachhaltigkeit des Konsortiums „Advanced UV for Life“ zu stärken, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Anfang des Jahres 2019 im Anschluss an eine Bedarfsanalyse zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt. Dabei erhielt das TZW den Zuschlag, einen speziell für LED-Desinfektionssysteme ausgelegten hydraulischen Teststand sowie ein optisches Labor aufzubauen.

Durch den rasanten technischen Fortschritt bei Licht Emittierenden Dioden (LEDs) im UVC-Bereich steigt in den letzten Jahren vermehrt das Interesse an UV-LEDs als Alternative zu konventionellen, quecksilberhaltigen Systemen für die Wasserbehandlung. Für die Markteinführung von LED-basierten Desinfektionssystemen und die Akzeptanz dieser neuartigen Technologie beim Endkunden sind biodosimetrische Wirksamkeitsprüfungen durch eine unabhängige akkreditierte Prüfstelle eine grundlegende Voraussetzung.

Als Partner des im Rahmen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten „Advanced UV for Life“ Forschungskonsortiums (Link zum Konsortium), erhielt das TZW Fördergelder zum Aufbau eines optischen Labors und eines speziell für LED-Desinfektionssysteme ausgelegten hydraulischen Teststands. Der Fokus liegt hier auf der Prüfung von Kleinanlagen mit Durchflüssen bis maximal 5 m³/h und der Möglichkeit, UV-LED basierte Geräte flexibel, bei unterschiedlichen Wasserbeschaffenheiten und an die jeweilige Anwendung angepasst, zu testen.

Neben den eigentlichen Komponenten und Messgeräten für den Prüfstand wurde ein automatisches Auszählgerät für Kolonien/Plaques beschafft, das die Möglichkeit bietet, eine Vielzahl von Phagen-Analysen reproduzierbar und mit hoher Präzision zeitsparend auszuführen.

Die Investitionen für das optische Labor beinhalten hochpräzise Messgeräte zur elektro­optischen Charakterisierung von LED-Platinen oder Einzelchips. Durch diese Kombination können LED-Geräte nun entsprechend dem derzeitigem Stand der Technik vollständig, d. h. sowohl auf Desinfektionswirksamkeit als auch komponentenbasiert elektrooptisch charakterisiert und geprüft werden. Auch die Durchführung von Langzeitversuchen mit unterschiedlichen Wasserqualitäten kann mit dem Versuchsstand realisiert werden.

 

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