HyReKA: Hygienisch-medizinische Relevanz Antibiotika-resistenter Krankheitserreger in Rohwässern

Im Bereich der hygienischen Parameter haben Antibiotikaresistenzen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das TZW führt im Rahmen des Projektes HyReKA umfangreiche Forschungen zum Vorkommen von Antibiotika-resistenten Krankheitserregern und Antibiotikaresistenzgenen in Rohwässern durch.

Immer häufiger kommt es zu Infektionen durch resistente Bakterien, bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken. In Folge des Antibiotika-Einsatz in der Human- und Tiermedizin kam es in den letzten Jahren auch zu einer weiten Verbreitung von Resistenzen in der Umwelt.

Mit diesem großen Verbundvorhaben soll die Ausbreitung resistenter Erreger über Abwässer aus Krankenhäusern, kommunalen Bereichen, Tiermast- und Schlachtbetrieben sowie aus Flughäfen untersucht und geeignete Gegenstrategien gefunden werden. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, künftig Risiken der Verbreitung von multiresistenten Bakterien besser zu erkennen und vermeiden zu können.

Im Rahmen des HyReKA-Projektes beschäftigt sich das TZW mit dem Nachweis von antibiotikaresistenten Bakterien und Antibiotikaresistenzgenen im Rohwasser. Hierzu wurden zusammen mit den Partnern Kultur-basierte und molekularbiologische Nachweisverfahren vereinheitlicht und nachfolgend für das Monitoring eingesetzt. Zusätzlich wird der Einsatz von molekularbiologischen Microbial Source Tracking-Werkzeugen für die Herkunftsbestimmung von Antibiotikaresistenzen geprüft.

Veröffentlichungen

Stange C., Tiehm A.: Verhalten von Antibiotika-Resistenzgenen bei der Trinkwasseraufbereitung. Veröffentlichungen aus dem Technologiezentrum Wasser 76, (2017)

Stange C., Sidhu J.P.S., Tiehm A., Toze S.: Antibiotic resistance and virulence genes in coliform water isolates. International Journal of Hygiene and Environmental Health 219: 823-831 (2016)

Stoll C., Sidhu J.P.S., Tiehm A., Toze S.: Prevalence of clinically relevant antibiotic resistance genes in surface water samples collected from Germany and Australia. Environmental Science & Technology 46: 9716-9726 (2012)

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