ReSalt – Recycling von industriellen salzhaltigen Prozesswässern

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Stark kochsalzhaltige industrielle Prozesswässer sollen nach Aufreinigung und Aufkonzentrierung im Prozess der Chlor-Alkali-Elektrolyse recycelt werden. Das TZW begleitet im Verbundvorhaben über organische Spurenanalytik die Qualitätssicherung und Bewertung der Aufbereitungsprozesse.

Das Einleiten von Prozesswässern mit hohen Neutralsalzfrachten aus industriellen Synthesen stellt eine Belastung für Gewässer dar. Ziel des Projekts ReSalt ist die Wiedergewinnung des in Industrieabwässern enthaltenen NaCl und seine Rückführung in die Chlor-Alkali-Elektrolyse sowie die Weiterverwertung des anfallenden Wassers. Das im Projekt zu entwickelnde Konzept soll zur Verbesserung der zwischenbetrieblichen und allgemeinen Ressourceneffizienz, zur Vermeidung von Stoffeinträgen in den natürlichen Wasserkreislauf und zur Verminderung des Primärwasserbedarfes in Industrieprozessen führen.

Das TZW-Teilprojekt liefert Informationen zu den in den Prozesswässern enthaltenen organischen Verunreinigungen. Für die Trennung bzw. Anreicherung organischer Verbindungen aus der Salzmatrix werden verschiedene Probenvorbereitungstechniken auf ihre Eignung getestet (z. B. Festphasenextraktion, Flüssig-Flüssig-Extraktion, Destillation, Derivatisierung, Ionentausch). Neben der Methodenentwicklung für bekannte organische Verunreinigungen im Abwasser wird auch über non-target-Screenings nach weiteren bislang unbekannten Komponenten gesucht. Hierzu werden GC-, RP- und IC-Trennverfahren mit diversen Detektoren (LF, UV, ESI-MS/MS, ESI-qTOF) gekoppelt. Zur Entwicklung eines Online-Verfahrens für spezielle organische Wasserinhaltsstoffe wird auf Grundlage literaturbekannter Methoden (z. B. Spektroskopie, Titration, Ionenpaarbildung) in Zusammenarbeit mit der Firma UNISENSOR Sensorsysteme GmbH nach einem automatisierten bzw. vereinfachten Test gesucht. Ziel ist die zeitnahe Bereitstellung relevanter Analysewerte, wodurch ein störungsfreier Betrieb nachfolgender Prozesse ermöglicht wird.

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