Softwaretool für das Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung (RISK_Plus)

Intelligente Unterstützung für die Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie

Risikokarte für ein Einzugsgebiet aus dem Vorgängerprojekt TRUST

Die novellierte europäische Trinkwasserrichtlinie fordert ein verpflichtendes Risikomanagement in der Wasserversorgung vom Einzugsgebiet bis zur Hausinstallation.

In RISK_Plus entwickelt das TZW gemeinsam mit der Firma disy Informationssysteme GmbH ein neuartiges Web-basiertes Softwaretool, das datenbank- und GIS-gestützt alle Arbeitsschritte von Risikomanagement und risikobasierter Probennahmeplanung regelkonform unterstützt. Die methodische Grundlage dafür bildet die DIN EN 15 975-2. Das Projekt baut auf Ergebnissen des ebenfalls vom BMBF geförderten Projekts TRUST auf.

Zunächst werden Risikomanagement und Probennahmeplanung methodisch voll integriert, um Synergien zu nutzen und Redundanzen zu vermeiden. Durch eine teilweise Automatisierung von Prozessschritten und intelligente Assistenzfunktionen soll der Aufwand reduziert und Fehlermöglichkeiten minimiert werden. Die Importmöglichkeiten von existierenden Geodaten, Schnittstellen zu Labordatenbanken, umfassende Kataloge und Vorlagen für Gefährdungen und Maßnahmenvorschläge, intelligente Plausibilitäts- und Konsistenztests und die automatisierte Messwertüberwachung sollen unter anderem zu einer gleichermaßen mächtigen wie nutzerfreundlichen Gesamtlösung führen.

Im Projekt werden unter Federführung des TZW in zwei methodischen Arbeitspaketen konzeptionelle und fachliche Grundlagen zur intelligenten Assistenz im Risikomanagement und zur softwaretechnischen Integration von Risikomanagement und risikobasierter Probennahmeplanung erarbeitet. Zwei spiegelbildliche Arbeitspakete unter Federführung von Disy setzen die dabei entstehenden Spezifikationen in professionelle Software-Module und einen integrierten Gesamtprototyp um. Dieser wird mit realen Beispieldaten der Praxispartner demonstriert und getestet und mit Anwendern validiert. Als assoziierte Partner agieren dabei ein großer deutscher Wasserversorger und ein Ingenieurbüro für Trinkwasser- und Hygienetechnik.

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