Ultrafiltration als Element der Energieeffizienz in der Trinkwasserhygiene (Ultra-F)

Teilprojekt: Management peripherer Leitungen, Auswertung

Kleintechnische Versuchsanlage TZW

Ziel des Vorhabens ist die ganzheitliche und systematische Untersuchung von Trinkwasserinstallationen im Labor, im Technikum sowie im Feldversuch mit dem Ziel des Nachweises der Wirksamkeit der Ultrafiltration hinsichtlich der Sicherung eines hygienisch einwandfreien Betriebes bei abgesenkten Trinkwarmwassertemperaturen sowie der primärenergetischen Wirkungen und der Effekte der CO2-Emissionsminderung.

Es bestehen nach heutigem Stand der anerkannten Regeln der Technik aus trinkwasserhygienischen Gründen - abgestellt auf Legionella spp. - die Anforderungen, in Großanlagen zur Trinkwassererwärmung am Austritt des Trinkwassererwärmers  60 °C bereitzustellen und das Zirkulationssystem bei mindestens  55 °C zu betreiben. Dieses Temperaturniveau erschwert den Einsatz von regenerativen Wärmeerzeugern und die Realisierung von niedrig temperierten Wärmenetzen.

Die gezielte Abscheidung von Mikroorganismen und Nährstoffen scheint ein sinnvoller technischer Ansatz, um einen Betrieb von Trinwassererwärmungsanlagen mit deutlich abgesenkten Temperaturen zu ermöglichen. Die Abscheidung von Mikroorganismen kann durch den Einsatz von UF-Anlagen in der Installation erreicht werden.

Die systematische wissenschaftliche Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Konzentration der Mikroorganismen im Wasser und der Legionellenbelastung im System ist Ziel des skizzierten Projektes. Dies betrifft nicht nur die Wirkung der UF-Anlagen, sondern auch die Sicherstellung der Vermeidung der Rückkontamination der TWI und die Wirksamkeit des Rückspülens der Filter sowie die gefahrlose Abführung des Spülwassers.

Mit den  Ergebnissen des Vorhabens sollen wissenschaftlich basierte Empfehlungen zum Einsatz der Ultrafiltration in der Trinkwasserinstallation gegeben werden.

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