Unterstützung der regulatorischen Umsetzung des „Water Safety Plan Konzeptes“ in der deutschen Wasserversorgung

Brunnenfassung einer kleinen Wasserversorgung

Das Projekt diente zur Untersuchung und Förderung der praktischen Umsetzung des Water Safety Plan (WSP)-Konzeptes der WHO bei kleinen Wasserversorgungen. Im Ergebnis konnte ein auf die Bedürfnisse kleiner (aber auch großer) Wasserversorger zugeschnittenes, erfahrungsbasiertes Handbuch zum Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung entwickelt werden.

Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) wurde in dem Projekt die praktische Umsetzung des Water Safety Plan (WSP)-Konzeptes in kleinen Wasserversorgungen näher betrachtet.

Projektziel war die Erarbeitung eines auf die Bedürfnisse kleiner Wasserversorgungen zugeschnittenen, erfahrungsbasierten Handbuchs, das gemeinsam von UBA und dem TZW erstellt und publiziert wurde. Grundlage des Handbuchs waren die Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung des WSP-Konzeptes der WHO sowie des DVGW-Hinweises W 1001 (inzwischen ersetzt durch DIN EN 19575-2) in drei ausgewählten Wasserversorgungen.

Unter Federführung und enger Begleitung durch UBA und TZW wurde in den drei Wasserversorgungen erprobt, in welcher Form das WSP-Konzept mit den vorhandenen Ressourcen zielführend umgesetzt werden konnte. Auch die jeweils zuständigen Gesundheitsämter waren einbezogen.

Das Handbuch richtet sich an Verantwortliche und Betreiber insbesondere „kleiner“ Wasserversorgungen. Es soll ihnen als Anregung und Hilfestellung dienen, das WSP-Konzept vor Ort umzusetzen. Das Handbuch gibt praktische Erläuterungen, Ratschläge, Beispiele und Arbeitshilfen. Es unterstützt Wasserversorger damit bei der fortlaufenden innerbetrieblichen Überprüfung und Optimierung der Versorgungssicherheit im Normalbetrieb.

Auch für Gesundheitsämter kann das Handbuch von Nutzen sein, insbesondere wenn ein von ihnen betreuter Wasserversorger sich entschließt, ein Risikomanagementsystem einzuführen. Umgekehrt können Gesundheitsämter mit diesem Handbuch auch Wasserversorgern die Grundsätze des WSP-Konzepts nahe bringen und seine Anwendung empfehlen.

Das „Handbuch für kleine Wasserversorgungen“ wird in den „Leitlinien für die risikobewertungsbasierte Anpassung der Probennahmeplanung (RAP)“ als eine Grundlage für die Durchführung einer Risikobewertung aufgeführt.

 

Veröffentlichungen:

Schmoll, O.; Bethmann, D.; Sturm, S.; Schnabel, B. (2014): Das Water-Safety-Plan-Konzept für kleine Wasserversorgungen in Deutschland: Ein Handbuch zur praktischen Umsetzung. Hg. v. Umweltbundesamt (UBA) und DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW). Dessau-Roßlau.
www.umweltbundesamt.de/publikationen/das-water-safety-plan-konzept-fuer-kleine

 

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